Patent
Patent: sieben Wetten aus drei Tipps, Auszahlung, Rechner und Beispiel
Schon ein richtiger Tipp bringt beim Patent eine Auszahlung, doch den Einsatz deckt sie bei realistischen Quoten nie. Das liegt am Aufbau: eine Trixie plus die drei Einzelwetten, zusammen sieben Wetten aus drei Ereignissen.
Patent berechnen
Patent · Benanntes System
Beispielrechnung: fiktive Quoten, keine aktuellen Wettangebote.
Auszahlung nach Treffern
Ergebnis nicht aktuell. Die Tabelle erscheint nach „Neu berechnen“ wieder.
Voraussetzung: Alle aktiven Banktipps sind richtig.
| Richtige Tipps | Gewonnene Kombinationen | Gesamteinsatz | Auszahlung min. | Auszahlung max. | Gewinn min.–max. |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 richtige Tipps | 0 | 7,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −7,00 € |
| 1 richtiger Tipp | 1 | 7,00 € | 2,40 € | 4,00 € | −4,60 € bis −3,00 € |
| 2 richtige Tipps | 3 | 7,00 € | 12,94 € | 19,50 € | +5,94 € bis +12,50 € |
| 3 richtige Tipps | 7 | 7,00 € | 68,70 € | 68,70 € | +61,70 € |
Kombinationen (7)
- 1 Tipp 1 2,40 €
- 2 Tipp 2 3,10 €
- 3 Tipp 3 4,00 €
- 4 Tipp 1 + 2 7,44 €
- 5 Tipp 1 + 3 9,60 €
- 6 Tipp 2 + 3 12,40 €
- 7 Tipp 1 + 2 + 3 29,76 €
Eine Trixie plus drei Einzelwetten
Das Patent nimmt drei Ereignisse und spielt jede mögliche Kombinationsgröße: drei Einzelwetten, drei Zweierkombinationen und eine Dreierkombination. Im Rechner oben entsteht es, indem man drei Ereignisse einträgt, „Alle ab 2er“ wählt und die Einzelwetten einschließt.
Der Unterschied zur Trixie sind genau diese drei Einzelwetten. Sie erhöhen den Einsatz um drei Viertel und sorgen dafür, dass die Wette schon bei einem einzigen richtigen Tipp etwas zurückgibt. Den Einsatz gleichen sie nicht aus.
Bei 1,00 € je Kombination liegt der Gesamteinsatz bei 7,00 €. Ein richtiger Tipp bringt genau eine gewinnende Wette, nämlich die zugehörige Einzelwette, und deren Auszahlung entspricht schlicht der Quote. Damit diese eine Einzelwette sieben Euro zurückbringt, müsste ihre Quote also bei 7,00 liegen. Wer Tipps in dieser Höhe spielt, hat andere Sorgen als die Wahl des Systems.
Beispielrechnung: Top-5-Tipps bei drei Golfturnieren
Drei fiktive Golfturniere, jeweils ein Tipp auf eine Platzierung unter den ersten fünf.
- Tipp 1 Spieler A · Top-5-Platzierung 2,40
- Tipp 2 Spieler B · Top-5-Platzierung 3,10
- Tipp 3 Spieler C · Top-5-Platzierung 4,00
Bei 1,00 € je Kombination und 7,00 € Gesamteinsatz zahlt ein einzelner richtiger Tipp zwischen 2,40 € und 4,00 € aus, je nachdem welcher es ist. In jedem Fall bleibt ein Verlust zwischen 3,00 € und 4,60 €.
Bei zwei richtigen Tipps gewinnen drei Wetten: die beiden zugehörigen Einzelwetten und die Zweierkombination aus ihnen. Zusammen zahlen sie zwischen 12,94 € und 19,50 € aus, also zwischen 5,94 € und 12,50 € Gewinn. Hier liegt der eigentliche Zweck dieses Systems.
Gehen alle drei Tipps auf, gewinnen alle sieben Wetten und zahlen 68,70 € aus. Wer die 7,00 € stattdessen komplett in die Dreierkombination gesteckt hätte, bekäme in diesem Fall 208,32 €, stünde aber bei jedem einzelnen Fehltipp ohne jede Rückzahlung da.
Warum beim Patent erst der zweite Treffer zählt
Bei einem richtigen Tipp gewinnt eine von sieben Wetten. Damit sie den gesamten Einsatz deckt, müsste ihre Quote bei 7,00 liegen. Bei zwei Treffern sinkt die nötige Durchschnittsquote auf 1,83, bei drei Treffern auf 1,00.
Der Sprung von 7,00 auf 1,83 ist der größte unter den Systemen mit drei Ereignissen, und er erklärt, wofür ein Patent tatsächlich gebaut ist: nicht dafür, dass ein Tipp aufgeht, sondern dafür, dass zwei aufgehen und der dritte nicht komplett wertlos bleibt.
Wer die Einzelwetten deshalb für sinnlos hält, verkürzt allerdings. Sie kosten drei Siebtel des Einsatzes und tragen bei zwei und drei Treffern mit. In der Beispielrechnung stammt bei zwei Treffern mehr als ein Drittel der Auszahlung aus ihnen. Sie gehören also zur Rechnung, auch wenn sie allein den Einsatz nie decken.
| Richtige Tipps | Gewinnende Kombinationen | Anteil aller Kombinationen | Nötige Durchschnittsquote |
|---|---|---|---|
| 1 von 3 | 1 | 14,29 % | 7,00 |
| 2 von 3 | 3 | 42,86 % | 1,83 |
| 3 von 3 | 7 | 100,00 % | 1,00 |
Für welche drei Tipps sich sieben Wetten eignen
Das Patent eignet sich, wenn drei Ereignisse mit höheren Quoten gespielt werden und man das Risiko in Kauf nimmt, dass nur eines davon aufgeht. Es ist die vorsichtigste Variante mit drei Ereignissen und die einzige, die überhaupt bei einem Treffer etwas zurückgibt.
Fehl am Platz ist es, wenn man diese Rückgabe für eine Absicherung hält. Ein Treffer bedeutet hier immer einen Verlust, und wer mit einem Treffer rechnet, sollte den betreffenden Tipp einzeln spielen statt sieben Wetten zu bezahlen. Bei Favoritentipps um 1,50 verschärft sich das noch. Die Einzelwetten bringen dann kaum etwas ein, die Kombinationen ebenfalls wenig, und der Aufschlag gegenüber der Trixie zahlt sich nicht aus.
Manche Buchmacher verbinden Systeme dieser Familie mit eigenen Bonus- oder Trostregeln. Dieser Rechner bildet solche Regeln nicht ab; maßgeblich sind allein die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Von den 7,00 € Gesamteinsatz gehen 0,35 € Wettgebühr ab, fünf Prozent nach § 33 Tarifpost 17 Gebührengesetz 1957; in den Beträgen des Rechners ist sie nicht berücksichtigt. Beim Erwartungswert hilft die Aufteilung auf sieben Wetten nur bedingt, denn entscheidend ist, wie viele Tipps jede einzelne Wette verbindet. Die drei Einzelwetten tragen die Marge des Buchmachers einmal, die drei Zweier zweimal und die Dreierkombination dreimal übereinander, sodass bei fünf Prozent Marge je Tipp von einem Euro in der Dreierkombination im Schnitt nur rund 86 Cent übrig bleiben. Drei Einzelwetten auf dieselben Golfer liegen deshalb vor dem Patent, die reine Dreierkombination dahinter.
Mit und ohne Einzelwetten: Patent, Trixie und Lucky 15
Der direkte Vergleich ist die Trixie: dieselben drei Ereignisse ohne die Einzelwetten, vier Wetten statt sieben. Sie ist um drei Siebtel günstiger und zahlt bei zwei und drei Treffern dieselben Kombinationen aus, nur ohne den Beitrag der Einzelwetten.
Eine Stufe größer liegt Lucky 15: vier Ereignisse, Einzelwetten inklusive, fünfzehn Wetten. Das Verhältnis zwischen beiden entspricht dem zwischen Trixie und Yankee, nur eben mit Einzelwetten.
Wer bei drei Ereignissen ganz ohne Einzelwetten und ohne Dreierkombination auskommen will, spielt 2 aus 3 mit drei Kombinationen. Von den drei Varianten ist sie die schlankeste.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Patent, wenn nur ein Tipp aufgeht?
Nein. Ein richtiger Tipp bringt genau eine gewinnende Einzelwette, und ihre Auszahlung entspricht der Quote dieses Tipps.
Um den Gesamteinsatz von sieben Einheiten zu decken, müsste diese eine Quote bei 7,00 liegen. Mit den drei Golftipps der Beispielrechnung liegt die Auszahlung bei einem Treffer zwischen 2,40 € und 4,00 €.
Was ist der Unterschied zwischen Patent und Trixie?
Das Patent enthält zusätzlich die drei Einzelwetten. Es besteht damit aus sieben statt vier Wetten und kostet bei gleichem Einsatz je Wette entsprechend mehr.
Bei zwei und drei richtigen Tipps zahlen beide dieselben Kombinationen aus; beim Patent kommen die Einzelwetten dazu.
Was passiert beim Patent, wenn ein Ereignis abgesagt wird?
Angenommen, das dritte Turnier fällt aus. Der Tipp auf Spieler C zählt dann üblicherweise mit der Quote 1,00, im Einzelfall entscheiden die Bedingungen des Anbieters, und seine Einzelwette gibt genau ihren Einsatz zurück.
Die Zweier A und C sowie B und C laufen als Einzelwetten auf A und B weiter, die Dreierkombination als Zweier aus A und B. Zusammen mit den unveränderten Wetten stehen danach je zwei Einzelwetten auf A und auf B im Schein und zweimal dieselbe Zweierkombination.
Was ändert eine einzelne sehr hohe Quote beim Patent?
Jeder Tipp steckt in vier der sieben Wetten: in seiner Einzelwette, in zwei Zweierkombinationen und in der Dreierkombination. Eine hohe Quote hebt deshalb mehr als die Hälfte der Wetten gleichzeitig an.
Liegt sie über 7,00, deckt die zugehörige Einzelwette sogar allein den Gesamteinsatz, und ein einziger Treffer auf genau diesen Tipp endet im Plus. Bei den Quoten der Beispielrechnung, höchstens 4,00, kommt das nicht vor.