2 aus 6
2 aus 6 System: 15 Kombinationen, Auszahlung und Beispielrechnung
Der Name nennt zwei Treffer als Minimum, die Rechnung sieht anders aus: Bei üblichen Quoten wird 2 aus 6 erst ab dem vierten Treffer profitabel. Schuld ist die Breite, denn sechs Ereignisse ergeben 15 Zweierpaarungen.
2 aus 6 berechnen
2 aus 6 · Vollsystem
Beispielrechnung: fiktive Quoten, keine aktuellen Wettangebote.
Auszahlung nach Treffern
Ergebnis nicht aktuell. Die Tabelle erscheint nach „Neu berechnen“ wieder.
Voraussetzung: Alle aktiven Banktipps sind richtig.
| Richtige Tipps | Gewonnene Kombinationen | Gesamteinsatz | Auszahlung min. | Auszahlung max. | Gewinn min.–max. |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 richtige Tipps | 0 | 15,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −15,00 € |
| 1 richtiger Tipp | 0 | 15,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −15,00 € |
| 2 richtige Tipps | 1 | 15,00 € | 2,63 € | 10,44 € | −12,37 € bis −4,56 € |
| 3 richtige Tipps | 3 | 15,00 € | 9,13 € | 26,04 € | −5,87 € bis +11,04 € |
| 4 richtige Tipps | 6 | 15,00 € | 21,73 € | 43,84 € | +6,73 € bis +28,84 € |
| 5 richtige Tipps | 10 | 15,00 € | 43,91 € | 62,92 € | +28,91 € bis +47,92 € |
| 6 richtige Tipps | 15 | 15,00 € | 81,89 € | 81,89 € | +66,89 € |
Kombinationen (15)
- 1 Tipp 1 + 2 2,63 €
- 2 Tipp 1 + 3 3,00 €
- 3 Tipp 1 + 4 3,60 €
- 4 Tipp 1 + 5 4,35 €
- 5 Tipp 1 + 6 5,40 €
- 6 Tipp 2 + 3 3,50 €
- 7 Tipp 2 + 4 4,20 €
- 8 Tipp 2 + 5 5,08 €
- 9 Tipp 2 + 6 6,30 €
- 10 Tipp 3 + 4 4,80 €
- 11 Tipp 3 + 5 5,80 €
- 12 Tipp 3 + 6 7,20 €
- 13 Tipp 4 + 5 6,96 €
- 14 Tipp 4 + 6 8,64 €
- 15 Tipp 5 + 6 10,44 €
Ein Tipp, fünf Paare, ein Drittel des Einsatzes
Sechs Tipps ergeben 15 mögliche Paare, und alle werden gespielt. Jeder einzelne Tipp steckt dabei in fünf Kombinationen, also in einem Drittel des Einsatzes. Bei 1,00 € je Kombination liegt der Gesamteinsatz bei 15,00 €.
Die Zahl der gewinnenden Kombinationen wächst mit jedem Treffer schneller: eine bei zwei Treffern, drei bei drei, sechs bei vier, zehn bei fünf, alle 15 bei sechs. Das ist kein linearer Anstieg, sondern die Dreieckszahlenfolge, und sie beschreibt exakt, warum die ersten Treffer so wenig und die letzten so viel bringen.
Nur ein Fünfzehntel des Einsatzes gewinnt bei zwei Treffern. Diese eine Kombination müsste das Fünfzehnfache tragen, damit der Einsatz zurückkommt, und dafür reichen normale Quoten nicht aus. Erst bei vier Treffern arbeiten sechs Kombinationen gleichzeitig, und damit dreht sich das Verhältnis.
Banktipps greifen hier stark: Eine Bank bringt das System von 15 auf 5 Kombinationen, zwei Banken auf eine einzige. Wer zwei der sechs Ereignisse als Bank setzt, hat aus einem breiten Netz eine gewöhnliche Zweierkombination gemacht und zahlt dafür weiterhin den Aufwand eines Systems.
Beispielrechnung: Vier Satztipps aus sechs gehen auf
Sechs fiktive Volleyballpartien, jeweils ein Tipp auf den Satzgewinn im ersten Durchgang.
- Tipp 1 Team A gegen Team B · Satzsieg A 1,50
- Tipp 2 Team C gegen Team D · Satzsieg C 1,75
- Tipp 3 Team E gegen Team F · Satzsieg E 2,00
- Tipp 4 Team G gegen Team H · Satzsieg G 2,40
- Tipp 5 Team I gegen Team J · Satzsieg I 2,90
- Tipp 6 Team K gegen Team L · Satzsieg K 3,60
Bei 1,00 € je Kombination und 15,00 € Gesamteinsatz gewinnen bei vier richtigen Tipps sechs der 15 Kombinationen. Die Auszahlung liegt je nach Auswahl zwischen 21,73 € und 43,84 €, der Gewinn also zwischen 6,73 € und 28,84 €.
Zwei Treffer bringen dagegen zwischen 2,63 € und 10,44 € ein. Selbst die beste denkbare Paarung bleibt damit um 4,56 € unter dem Einsatz. Auch drei Treffer sind noch nicht sicher im Plus: Die Spanne reicht von 9,13 € bis 26,04 €, also von 5,87 € Verlust bis 11,04 € Gewinn, je nachdem welche drei Tipps aufgehen.
Erst ab vier Treffern ist jedes mögliche Ergebnis ein Gewinn. Bei fünf Treffern zahlen zehn Kombinationen zwischen 43,91 € und 62,92 € aus, bei sechs Treffern alle 15 zusammen 81,89 €.
Erst der vierte Treffer trägt 2 aus 6
Bei zwei richtigen Tipps gewinnt eine von 15 Kombinationen. Das Produkt der beiden Quoten müsste also mindestens 15 ergeben, im Schnitt 3,87 je Tipp. Solche Quoten kommen bei zwei gleichzeitig getippten Ereignissen praktisch nicht vor.
Bei drei Treffern sinkt die nötige Durchschnittsquote auf 2,24, bei vier Treffern auf 1,58 und bei fünf auf 1,22. Der Punkt, an dem dieses System mit gewöhnlichen Quoten arbeitet, liegt damit klar beim vierten Treffer.
Diese Verschiebung ist der eigentliche Charakter von 2 aus 6. Sie zu kennen, ändert die Erwartung: Wer sechs Ereignisse spielt, um bei zweien abgesichert zu sein, hat das System missverstanden. Wer sechs Ereignisse spielt, weil er vier davon für wahrscheinlich hält, nutzt es richtig.
| Richtige Tipps | Gewinnende Kombinationen | Anteil aller Kombinationen | Nötige Durchschnittsquote |
|---|---|---|---|
| 2 von 6 | 1 | 6,67 % | 3,87 |
| 3 von 6 | 3 | 20,00 % | 2,24 |
| 4 von 6 | 6 | 40,00 % | 1,58 |
| 5 von 6 | 10 | 66,67 % | 1,22 |
| 6 von 6 | 15 | 100,00 % | 1,00 |
Sechs gleich starke Partien an einem Spieltag
Dieses System passt zu einem Spieltag, an dem sechs Partien gleich gut gefallen und vier Treffer ein realistisches Ziel sind. Es verkraftet zwei Fehltipps vollständig und liefert bei fünf Treffern bereits knapp das Dreifache bis gut das Vierfache des Einsatzes zurück.
Zwei Motive führen dagegen in die Irre. Das eine ist die Absicherung nach unten: Die Mindesttrefferzahl im Namen ist bei 15 Kombinationen bloß eine formale Angabe, keine wirtschaftliche, und wer eine Wette sucht, die schon bei zwei Treffern trägt, ist bei 2 aus 3 oder 2 aus 4 richtig, wo dieselben zwei Treffer eine von drei beziehungsweise eine von sechs Kombinationen bedienen. Das andere ist die Verlegenheitsauswahl. Jeder schwache Tipp zieht fünf Kombinationen mit sich, ein Drittel des Einsatzes, und während bei kleinen Systemen ein Fehlgriff untergehen kann, wirkt er sich hier auf jede dritte gespielte Kombination aus.
Rund 74 Cent je Euro: So viel Erwartungswert bliebe bei angenommenen fünf Prozent Marge je Tipp von einer Sechserkombination über dieselben Partien. Die 15 Zweier dieses Systems halten im Schnitt rund 90 Cent, weil jeder nur zwei Aufschläge des Buchmachers trägt, und daran ändert auch ihre große Zahl nichts. Sechs Einzelwetten lägen mit rund 95 Cent noch darüber. Auf die 15,00 € Einsatz kommt außerdem die Wettgebühr, nach § 33 Tarifpost 17 Gebührengesetz 1957 fünf Prozent und damit 0,75 €. In keiner Zahl dieses Rechners ist sie abgezogen.
Mehr Ereignisse als 2 aus 5, kleinere Kombinationen als 3 aus 6
Gegenüber 2 aus 5 kostet 2 aus 6 die Hälfte mehr und verschiebt die Gewinnzone um einen Treffer nach hinten. So viel kostet die Breite, und der Preis fällt bei jedem weiteren Ereignis erneut an.
Wer bei sechs Ereignissen eher auf die mittleren Kombinationsgrößen setzt, ist bei 3 aus 6 besser aufgehoben: 20 Kombinationen, Dreierquoten statt Zweierquoten, und bei vier Treffern vier gewinnende Dreierkombinationen statt sechs Zweier.
Am anderen Ende steht 5 aus 6 mit nur sechs Kombinationen. Es ist billiger als 2 aus 6, verlangt aber fünf Treffer. Beide Systeme nutzen dieselben sechs Ereignisse und sind doch für völlig verschiedene Erwartungen gebaut.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Treffern ist 2 aus 6 im Plus?
Ab vier Treffern ist jedes Ergebnis ein Gewinn. Bei drei Treffern kann es je nach Quotenauswahl noch ein Verlust sein.
Mit den Volleyballquoten des Beispiels reicht die Spanne bei drei Treffern von 5,87 € Verlust bis 11,04 € Gewinn, bei vier Treffern dagegen von 6,73 € bis 28,84 € Gewinn.
Wie stark verkleinert ein Banktipp das System?
Sehr stark. Aus fünfzehn Kombinationen werden mit einer Bank fünf, mit zwei Banken bleibt genau eine übrig.
Verliert ein Banktipp, beträgt die Auszahlung 0,00 €. Bei einem System, dessen Zweck die Breite ist, hebt eine Bank genau diese Breite wieder auf.
Kann ein Schein mit drei Treffern mehr bringen als einer mit vier?
Ja, wenn die Quoten weit auseinanderliegen. Gehen die drei höchsten Tipps auf, zahlen ihre drei Paare zusammen 26,04 € aus, bei 15,00 € Einsatz ein Gewinn von 11,04 €.
Treffen dagegen die vier niedrigsten Tipps, gewinnen zwar sechs Kombinationen, sie bringen aber nur 21,73 €. Welche Tipps aufgehen, wiegt bei 15 Kombinationen also fast so schwer wie die Frage, wie viele es sind.
Warum gewinnen bei vier Treffern genau sechs Paare?
Gewinnen kann nur ein Paar, das ausschließlich aus richtigen Tipps besteht. Vier richtige Tipps lassen sich auf sechs Arten zu zweit zusammenstellen: der erste mit dem zweiten, dritten oder vierten, der zweite mit dem dritten oder vierten und der dritte mit dem vierten. Jedes Paar mit einem Fehltipp darin zahlt nichts.
Dieselbe Rechnung liefert die ganze Reihe: Drei richtige Tipps ergeben drei Paare, fünf ergeben zehn, sechs alle 15. Jeder weitere Treffer bringt so viele neue Paare, wie vorher schon richtige Tipps da waren.