Fünfundzwanzig Begriffe von Banktipp bis Zweierkombination – jeweils mit der Zahl, um die
es tatsächlich geht, und mit dem Verweis auf die Seite, auf der sie gerechnet wird.
Redaktion systemwetten.at · Aktualisiert am 2. September 2026
Begriffe von A bis Z
Auszahlung
Die Auszahlung ist der Betrag, den der Buchmacher nach dem letzten Ergebnis überweist. Sie enthält den Einsatz der gewinnenden Kombinationen bereits, ist also keine Angabe darüber, was verdient wurde. Wer sie für den Gewinn hält, überschätzt das Ergebnis systematisch um den eingesetzten Betrag.
Der Gewinn ist die Auszahlung abzüglich des gesamten Einsatzes, also auch abzüglich der Kombinationen, die verloren haben. Bei einer Systemwette ist dieser Unterschied größer als bei einer Einzelwette, weil immer mehrere Kombinationen mitbezahlt werden, die nichts zurückbringen.
Auszahlung und Gewinn im Rechner
Banktipp
Auch: Bank, Bankwette
Ein Banktipp ist ein Ereignis, das in jeder einzelnen Kombination des Systems vorkommt. Wer bei vier Ereignissen und Zweierkombinationen einen Banktipp setzt, spielt statt sechs nur noch drei Kombinationen: alle Paarungen, die den Banktipp enthalten.
Der Einsatz sinkt dadurch, das Risiko steigt. Geht der Banktipp verloren, ist der gesamte Schein wertlos, unabhängig davon, wie viele andere Ereignisse richtig waren. Banktipps sind nur bei Vollsystemen mit fester Kombinationsgröße möglich.
Bankwette: was sie kostet und was sie einbringt
Buchmacher
Buchmacher schließen Wetten auf eigene Rechnung ab und stellen die Quoten selbst. Totalisateure verteilen dagegen einen Pool unter den Gewinnern. In Österreich ist beides landesgesetzlich geregelt, nicht im Glücksspielgesetz des Bundes.
Für Systemwetten ist vor allem eine Hausregel entscheidend: Ob ein Anbieter Systemscheine überhaupt anbietet, bis zu wie vielen Ereignissen, und wie er stornierte Ereignisse behandelt. Diese Punkte stehen in den Wettbedingungen des jeweiligen Anbieters und unterscheiden sich.
Canadian
Auch: Super Yankee
Der Canadian fasst fünf Ereignisse zu 26 Kombinationen zusammen: zehn Zweier, zehn Dreier, fünf Vierer und einen Fünfer. Einzelwetten sind nicht enthalten, deshalb bringt ein einzelner Treffer nichts zurück.
Unter dem Namen Super Yankee verkaufen ihn manche Anbieter identisch. Der Name stammt aus dem britischen Pferdewettmarkt, die Rechnung dahinter ist dieselbe wie bei jedem anderen benannten System.
Canadian: 26 Kombinationen im Detail
Dezimalquote
Die Dezimalquote gibt an, das Wievielfache des Einsatzes zurückkommt, der Einsatz eingeschlossen. Bei 2,50 werden aus einem Euro zweieinhalb, der Gewinn beträgt also 1,50. Im deutschsprachigen Raum ist das die übliche Darstellung.
Daneben existieren Bruchquoten, die den reinen Gewinn ins Verhältnis zum Einsatz setzen, die amerikanische Schreibweise mit Plus und Minus sowie die Hongkong-Notation. Alle beschreiben dieselbe Zahl in anderer Form.
Quotenformate umrechnen
Einsatz je Kombination
Bei einer Systemwette gilt der eingegebene Betrag nicht für den Schein, sondern für jede einzelne Kombination. Ein Goliath mit 247 Kombinationen kostet bei einem Euro je Kombination 247 Euro, nicht einen.
Das ist der teuerste Irrtum dieser Wettform, weil er sich erst nach der Abgabe zeigt. Manche Anbieter erlauben deshalb sehr kleine Beträge je Kombination, zehn oder zwanzig Cent, damit die Summe beherrschbar bleibt.
Einsatz bei Systemwetten richtig verteilen
Einzelwette
Auch: Single
Eine Einzelwette besteht aus genau einem Ereignis. In einem System taucht sie nur auf, wenn die Systemart Einzelwetten ausdrücklich einschließt, wie bei Patent, Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63.
Genau diese Einzelwetten senken die Mindesttrefferzahl auf eins. Sie erhöhen aber auch die Zahl der Kombinationen und damit den Gesamteinsatz: Aus dem Yankee mit elf Kombinationen wird durch vier Einzelwetten ein Lucky 15.
Lucky 15: System mit Einzelwetten
Gesamtquote
Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, nicht ihre Summe. Drei Ereignisse zu 2,00 ergeben 8,00, nicht 6,00. Deshalb wachsen die Auszahlungen großer Kombinationen so schnell.
Eine Systemwette hat so viele Gesamtquoten, wie sie Kombinationen enthält. Was vergleichbar bleibt, ist die Durchschnittsquote, die nötig ist, damit eine bestimmte Trefferzahl den Gesamteinsatz zurückbringt.
Gesamtquote einer Kombiwette berechnen
Goliath
Der Goliath ist das größte gebräuchliche benannte System: acht Ereignisse, alle Kombinationen ab zwei, zusammen 247 Wetten. Sie verteilen sich auf 28 Zweier, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, acht Siebener und eine Achterkombination.
Mit Einzelwetten wären es 255. Rechnerisch ginge mehr; die Grenze von acht Ereignissen ist die Obergrenze, die Anbieter für Systemscheine üblicherweise ziehen.
Goliath: 247 Kombinationen
Heinz
Der Heinz verbindet sechs Ereignisse zu 57 Kombinationen, von den 15 Zweiern bis zur einen Sechserkombination. Der Name verweist auf die 57 Sorten aus der Werbung des Lebensmittelherstellers und damit indirekt auf die Zahl seiner Kombinationen. Direkt im Namen steht sie nur bei den Lucky-Systemen.
Mit sechs zusätzlichen Einzelwetten heißt dieselbe Struktur Lucky 63. Der Super Heinz erweitert sie auf sieben Ereignisse und 120 Kombinationen.
Heinz: 57 Kombinationen
Kombinationsgröße
Die Kombinationsgröße sagt, aus wie vielen Ereignissen eine einzelne Wette des Systems besteht. Bei 3 aus 5 ist sie drei: Jede der zehn Kombinationen enthält genau drei der fünf Tipps und braucht alle drei, um zu zahlen.
Sie ist die zweite der beiden Zahlen, die eine Systemwette bestimmen. Die Zahl der Kombinationen legt den Einsatz fest, die Kombinationsgröße legt fest, wie hoch die Auszahlung je Treffer ausfällt.
3 aus 5: zehn Dreierkombinationen
Kombiwette
Auch: Akkumulator, Parlay
Eine Kombiwette ist eine einzige Wette über mehrere Ereignisse, bei der alle richtig sein müssen. Ein Fehler, und der ganze Schein ist verloren. Die Quoten multiplizieren sich, weshalb schon wenige Ereignisse hohe Auszahlungen ergeben.
Eine Systemwette besteht aus vielen solchen Kombiwetten gleichzeitig. Sie überlebt Fehler, kostet dafür aber pro Kombination und zahlt bei vollständigem Treffer weniger aus als eine Kombiwette mit demselben Gesamteinsatz.
Systemwette oder Kombiwette?
Lucky 15
Der Lucky 15 besteht aus vier Ereignissen in 15 Kombinationen: vier Einzelwetten, sechs Zweier, vier Dreier und ein Vierer. Ein einziger Treffer bringt bereits eine Auszahlung, weil die Einzelwetten enthalten sind.
Diese Absicherung kostet: Gegenüber dem Yankee mit elf Kombinationen steigt der Gesamteinsatz um gut ein Drittel, und bei nur einem Treffer bleibt die Auszahlung weit unter dem Einsatz.
Lucky 15: 15 Kombinationen
Marge
Auch: Overround, Buchmachervorteil
Rechnet man die Quoten aller Ausgänge eines Ereignisses in Wahrscheinlichkeiten um und addiert sie, ergibt sich mehr als hundert Prozent. Der Überschuss ist die Marge des Buchmachers und sein Ertrag über viele Wetten hinweg.
Bei einer Systemwette multipliziert sich die Marge in jeder Kombination so oft, wie diese Quoten enthält: in einer Zweierkombination zweimal, in einer Viererkombination viermal. Deshalb lässt sich das Risiko verteilen, der Erwartungswert dadurch aber nicht über den von Einzelwetten steigt.
Marge aus den Quoten berechnen
Mindesttrefferzahl
Die Mindesttrefferzahl ist die kleinste Zahl richtiger Tipps, bei der überhaupt etwas zurückfließt. Sie entspricht der Kombinationsgröße: Bei 4 aus 6 braucht es vier Treffer, bei 2 aus 6 genügen zwei.
Bei benannten Systemen liegt sie bei zwei, mit Einzelwetten bei eins. Eine Auszahlung ab dem Mindesttreffer bedeutet allerdings nicht, dass der Einsatz zurück ist – dafür ist die Durchschnittsquote entscheidend.
Mindesttreffer aller Systemarten
Patent
Das Patent ist das kleinste System mit Einzelwetten: drei Ereignisse, sieben Kombinationen, bestehend aus drei Einzelwetten, drei Zweiern und einem Dreier. Es ist die Trixie mit Einzelwetten.
Weil es nur sieben Wetten umfasst, bleibt der Gesamteinsatz auch bei größeren Beträgen je Kombination überschaubar. Es ist damit das übliche Einstiegssystem, wenn ein einzelner Treffer bereits etwas zurückbringen soll.
Patent: sieben Kombinationen
Quote
Die Quote ist der Preis, den der Buchmacher für ein Ereignis stellt. Sie enthält seine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit und seine Marge, ist also keine neutrale Wahrscheinlichkeitsangabe.
In einem Systemrechner ist die Quote die einzige Größe, die niemand vorhersagen kann. Alles andere – Kombinationen, Einsatz, Auszahlung bei gegebener Trefferzahl – folgt zwingend aus ihr und aus der Konfiguration.
Quoten, Wahrscheinlichkeit und Marge
Stornierung
Auch: annulliert, void
Wird ein Ereignis abgesagt oder aus anderen Gründen nicht gewertet, storniert der Buchmacher den Tipp. In einer Systemwette verschwindet er nicht, sondern wird mit der Quote 1,00 weitergerechnet: Die Kombination bleibt bestehen, das stornierte Ereignis erhöht ihre Auszahlung nicht mehr.
Der Unterschied zu einem verlorenen Tipp ist erheblich. Ein verlorener Banktipp macht den ganzen Schein wertlos, ein stornierter Banktipp lässt jede Kombination bestehen und senkt nur die Auszahlungen.
Stornierte Tipps im Rechner markieren
Systemwette
Eine Systemwette bildet aus mehreren Ereignissen automatisch alle Kombinationen einer bestimmten Größe und spielt sie gleichzeitig. Statt eines Scheins, der bei einem Fehler wertlos ist, entstehen viele Scheine, von denen einige auch dann noch zahlen, wenn nicht alles aufgeht.
Bezahlt wird jede dieser Kombinationen einzeln. Eine Systemwette ist deshalb eine Umverteilung und keine Absicherung im Sinne geringeren Verlusts: geringere Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts, geringere Auszahlung im besten Fall.
Systemwetten von Grund auf
Teilsystem
Als Teilsystem bezeichnen Buchmacher ein System, in dem nicht alle rechnerisch möglichen Kombinationen gespielt werden. Bei Sportwetten entsteht dieser Zustand ausschließlich durch Banktipps, die bestimmte Kombinationen ausschließen.
Der Begriff stammt aus dem Lottobereich, wo Teilsysteme nach festen Gewinngarantien konstruiert werden. Bei Sportwetten gibt es keine solche Garantie, und deshalb auch keinen sinnvollen Schalter zwischen Vollsystem und Teilsystem.
Vollsystem und Teilsystem im Vergleich
Trixie
Die Trixie ist das kleinste benannte System: drei Ereignisse, vier Kombinationen, nämlich drei Zweier und ein Dreier. Einzelwetten sind nicht enthalten, zwei Treffer sind also die Untergrenze für eine Auszahlung.
Gegenüber dem Vollsystem 2 aus 3 mit seinen drei Zweierkombinationen kommt genau eine Wette hinzu: die Dreierkombination, die bei drei Treffern den größten Teil der Auszahlung trägt.
Trixie: vier Kombinationen
Vollsystem
Ein Vollsystem spielt alle Kombinationen einer festen Größe aus den gewählten Ereignissen, ohne eine davon auszulassen. Die Schreibweise „k aus n“ nennt beide Zahlen: 3 aus 6 bedeutet alle Dreierkombinationen aus sechs Tipps, also zwanzig Wetten.
Benannte Systeme wie Yankee oder Goliath sind ebenfalls vollständig, fassen aber alle Größen ab zwei zusammen. Nur beim Vollsystem mit fester Größe lassen sich Banktipps setzen.
Was ein Vollsystem ausmacht
Wettgebühr
Die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe auf den Wetteinsatz. Rechtsgrundlage sind die §§ 16, 28 und 31 sowie § 33 Tarifpost 17 des Gebührengesetzes 1957; die Gebührenschuld entsteht mit der Bezahlung des Einsatzes und trifft die Buchmacher und Totalisateure, nicht die wettende Person unmittelbar.
Wie ein Anbieter damit umgeht, ist eine Geschäftsentscheidung: Manche ziehen die Gebühr sichtbar vom Einsatz ab, andere von der Auszahlung, wieder andere tragen sie selbst. Deshalb rechnet dieser Rechner ohne sie.
Wettsteuer in Österreich: 5 % auf den Einsatz
Yankee
Der Yankee besteht aus vier Ereignissen in elf Kombinationen: sechs Zweier, vier Dreier und ein Vierer. Er ist die Erweiterung des Vollsystems 2 aus 4 um alle größeren Kombinationen.
Zwei Treffer sind die Untergrenze, und bei genau zwei Treffern zahlt nur eine der elf Kombinationen. Deshalb liegt die Quote, ab der sich der Einsatz bei zwei Treffern trägt, deutlich höher als beim reinen Zweiersystem.
Yankee: elf Kombinationen
Zweierkombination
Auch: Doppel, Double
Eine Zweierkombination verbindet genau zwei Ereignisse zu einer Wette; beide müssen richtig sein. Sie ist der kleinste Baustein, aus dem die meisten Systeme bestehen, und in jedem benannten System ohne Einzelwetten die Ebene, die als erste zahlt.
Wie viele Zweier ein System enthält, hängt allein von der Zahl der Ereignisse ab: drei bei drei Tipps, sechs bei vier, fünfzehn bei sechs, achtundzwanzig bei acht. Diese Zahlen sind unabhängig von den Quoten und von der Systembezeichnung.
2 aus 4: sechs Zweierkombinationen