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Wettlexikon

Sportwetten-Lexikon: die Begriffe rund um Systemwetten erklärt

Fünfundzwanzig Begriffe von Banktipp bis Zweierkombination – jeweils mit der Zahl, um die es tatsächlich geht, und mit dem Verweis auf die Seite, auf der sie gerechnet wird.

Redaktion systemwetten.at · Aktualisiert am 2. September 2026

Wofür dieses Sportwetten Lexikon gedacht ist

Die meisten Missverständnisse bei Systemwetten entstehen nicht daran, dass jemand die Rechnung nicht könnte, sondern daran, dass zwei Wörter dasselbe zu meinen scheinen und es nicht tun. Auszahlung und Gewinn ist der bekannteste Fall, Vollsystem und Teilsystem der zweithäufigste, und bei Bank denken viele an Sicherheit, obwohl das Gegenteil gemeint ist.

Dieses Lexikon ist deshalb alphabetisch sortiert statt nach Wichtigkeit, und jeder Eintrag nennt die Zahl, an der sich der Begriff festmachen lässt. Wo eine Zahl nicht ausreicht, steht ein Verweis auf die Seite, auf der dieselbe Sache mit einem vollständigen Beispiel durchgerechnet ist.

Der Unterschied ist gelegentlich größer, als die Namen vermuten lassen. Ein Yankee und ein Vollsystem 2 aus 4 laufen über dieselben vier Ereignisse, und trotzdem braucht der Yankee bei zwei Treffern eine Durchschnittsquote von 3,32, damit der Einsatz zurückkommt, das Vollsystem dagegen 2,45. Der Grund steht in beiden Einträgen: Der Yankee bezahlt elf Kombinationen, von denen bei zwei Treffern genau eine zahlt.

Begriffe von A bis Z

Auszahlung

Die Auszahlung ist der Betrag, den der Buchmacher nach dem letzten Ergebnis überweist. Sie enthält den Einsatz der gewinnenden Kombinationen bereits, ist also keine Angabe darüber, was verdient wurde. Wer sie für den Gewinn hält, überschätzt das Ergebnis systematisch um den eingesetzten Betrag.

Der Gewinn ist die Auszahlung abzüglich des gesamten Einsatzes, also auch abzüglich der Kombinationen, die verloren haben. Bei einer Systemwette ist dieser Unterschied größer als bei einer Einzelwette, weil immer mehrere Kombinationen mitbezahlt werden, die nichts zurückbringen.

Auszahlung und Gewinn im Rechner

Banktipp

Auch: Bank, Bankwette

Ein Banktipp ist ein Ereignis, das in jeder einzelnen Kombination des Systems vorkommt. Wer bei vier Ereignissen und Zweierkombinationen einen Banktipp setzt, spielt statt sechs nur noch drei Kombinationen: alle Paarungen, die den Banktipp enthalten.

Der Einsatz sinkt dadurch, das Risiko steigt. Geht der Banktipp verloren, ist der gesamte Schein wertlos, unabhängig davon, wie viele andere Ereignisse richtig waren. Banktipps sind nur bei Vollsystemen mit fester Kombinationsgröße möglich.

Bankwette: was sie kostet und was sie einbringt

Buchmacher

Buchmacher schließen Wetten auf eigene Rechnung ab und stellen die Quoten selbst. Totalisateure verteilen dagegen einen Pool unter den Gewinnern. In Österreich ist beides landesgesetzlich geregelt, nicht im Glücksspielgesetz des Bundes.

Für Systemwetten ist vor allem eine Hausregel entscheidend: Ob ein Anbieter Systemscheine überhaupt anbietet, bis zu wie vielen Ereignissen, und wie er stornierte Ereignisse behandelt. Diese Punkte stehen in den Wettbedingungen des jeweiligen Anbieters und unterscheiden sich.

Canadian

Auch: Super Yankee

Der Canadian fasst fünf Ereignisse zu 26 Kombinationen zusammen: zehn Zweier, zehn Dreier, fünf Vierer und einen Fünfer. Einzelwetten sind nicht enthalten, deshalb bringt ein einzelner Treffer nichts zurück.

Unter dem Namen Super Yankee verkaufen ihn manche Anbieter identisch. Der Name stammt aus dem britischen Pferdewettmarkt, die Rechnung dahinter ist dieselbe wie bei jedem anderen benannten System.

Canadian: 26 Kombinationen im Detail

Dezimalquote

Die Dezimalquote gibt an, das Wievielfache des Einsatzes zurückkommt, der Einsatz eingeschlossen. Bei 2,50 werden aus einem Euro zweieinhalb, der Gewinn beträgt also 1,50. Im deutschsprachigen Raum ist das die übliche Darstellung.

Daneben existieren Bruchquoten, die den reinen Gewinn ins Verhältnis zum Einsatz setzen, die amerikanische Schreibweise mit Plus und Minus sowie die Hongkong-Notation. Alle beschreiben dieselbe Zahl in anderer Form.

Quotenformate umrechnen

Einsatz je Kombination

Bei einer Systemwette gilt der eingegebene Betrag nicht für den Schein, sondern für jede einzelne Kombination. Ein Goliath mit 247 Kombinationen kostet bei einem Euro je Kombination 247 Euro, nicht einen.

Das ist der teuerste Irrtum dieser Wettform, weil er sich erst nach der Abgabe zeigt. Manche Anbieter erlauben deshalb sehr kleine Beträge je Kombination, zehn oder zwanzig Cent, damit die Summe beherrschbar bleibt.

Einsatz bei Systemwetten richtig verteilen

Einzelwette

Auch: Single

Eine Einzelwette besteht aus genau einem Ereignis. In einem System taucht sie nur auf, wenn die Systemart Einzelwetten ausdrücklich einschließt, wie bei Patent, Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63.

Genau diese Einzelwetten senken die Mindesttrefferzahl auf eins. Sie erhöhen aber auch die Zahl der Kombinationen und damit den Gesamteinsatz: Aus dem Yankee mit elf Kombinationen wird durch vier Einzelwetten ein Lucky 15.

Lucky 15: System mit Einzelwetten

Gesamtquote

Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, nicht ihre Summe. Drei Ereignisse zu 2,00 ergeben 8,00, nicht 6,00. Deshalb wachsen die Auszahlungen großer Kombinationen so schnell.

Eine Systemwette hat so viele Gesamtquoten, wie sie Kombinationen enthält. Was vergleichbar bleibt, ist die Durchschnittsquote, die nötig ist, damit eine bestimmte Trefferzahl den Gesamteinsatz zurückbringt.

Gesamtquote einer Kombiwette berechnen

Goliath

Der Goliath ist das größte gebräuchliche benannte System: acht Ereignisse, alle Kombinationen ab zwei, zusammen 247 Wetten. Sie verteilen sich auf 28 Zweier, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, acht Siebener und eine Achterkombination.

Mit Einzelwetten wären es 255. Rechnerisch ginge mehr; die Grenze von acht Ereignissen ist die Obergrenze, die Anbieter für Systemscheine üblicherweise ziehen.

Goliath: 247 Kombinationen

Heinz

Der Heinz verbindet sechs Ereignisse zu 57 Kombinationen, von den 15 Zweiern bis zur einen Sechserkombination. Der Name verweist auf die 57 Sorten aus der Werbung des Lebensmittelherstellers und damit indirekt auf die Zahl seiner Kombinationen. Direkt im Namen steht sie nur bei den Lucky-Systemen.

Mit sechs zusätzlichen Einzelwetten heißt dieselbe Struktur Lucky 63. Der Super Heinz erweitert sie auf sieben Ereignisse und 120 Kombinationen.

Heinz: 57 Kombinationen

Kombinationsgröße

Die Kombinationsgröße sagt, aus wie vielen Ereignissen eine einzelne Wette des Systems besteht. Bei 3 aus 5 ist sie drei: Jede der zehn Kombinationen enthält genau drei der fünf Tipps und braucht alle drei, um zu zahlen.

Sie ist die zweite der beiden Zahlen, die eine Systemwette bestimmen. Die Zahl der Kombinationen legt den Einsatz fest, die Kombinationsgröße legt fest, wie hoch die Auszahlung je Treffer ausfällt.

3 aus 5: zehn Dreierkombinationen

Kombiwette

Auch: Akkumulator, Parlay

Eine Kombiwette ist eine einzige Wette über mehrere Ereignisse, bei der alle richtig sein müssen. Ein Fehler, und der ganze Schein ist verloren. Die Quoten multiplizieren sich, weshalb schon wenige Ereignisse hohe Auszahlungen ergeben.

Eine Systemwette besteht aus vielen solchen Kombiwetten gleichzeitig. Sie überlebt Fehler, kostet dafür aber pro Kombination und zahlt bei vollständigem Treffer weniger aus als eine Kombiwette mit demselben Gesamteinsatz.

Systemwette oder Kombiwette?

Lucky 15

Der Lucky 15 besteht aus vier Ereignissen in 15 Kombinationen: vier Einzelwetten, sechs Zweier, vier Dreier und ein Vierer. Ein einziger Treffer bringt bereits eine Auszahlung, weil die Einzelwetten enthalten sind.

Diese Absicherung kostet: Gegenüber dem Yankee mit elf Kombinationen steigt der Gesamteinsatz um gut ein Drittel, und bei nur einem Treffer bleibt die Auszahlung weit unter dem Einsatz.

Lucky 15: 15 Kombinationen

Marge

Auch: Overround, Buchmachervorteil

Rechnet man die Quoten aller Ausgänge eines Ereignisses in Wahrscheinlichkeiten um und addiert sie, ergibt sich mehr als hundert Prozent. Der Überschuss ist die Marge des Buchmachers und sein Ertrag über viele Wetten hinweg.

Bei einer Systemwette multipliziert sich die Marge in jeder Kombination so oft, wie diese Quoten enthält: in einer Zweierkombination zweimal, in einer Viererkombination viermal. Deshalb lässt sich das Risiko verteilen, der Erwartungswert dadurch aber nicht über den von Einzelwetten steigt.

Marge aus den Quoten berechnen

Mindesttrefferzahl

Die Mindesttrefferzahl ist die kleinste Zahl richtiger Tipps, bei der überhaupt etwas zurückfließt. Sie entspricht der Kombinationsgröße: Bei 4 aus 6 braucht es vier Treffer, bei 2 aus 6 genügen zwei.

Bei benannten Systemen liegt sie bei zwei, mit Einzelwetten bei eins. Eine Auszahlung ab dem Mindesttreffer bedeutet allerdings nicht, dass der Einsatz zurück ist – dafür ist die Durchschnittsquote entscheidend.

Mindesttreffer aller Systemarten

Patent

Das Patent ist das kleinste System mit Einzelwetten: drei Ereignisse, sieben Kombinationen, bestehend aus drei Einzelwetten, drei Zweiern und einem Dreier. Es ist die Trixie mit Einzelwetten.

Weil es nur sieben Wetten umfasst, bleibt der Gesamteinsatz auch bei größeren Beträgen je Kombination überschaubar. Es ist damit das übliche Einstiegssystem, wenn ein einzelner Treffer bereits etwas zurückbringen soll.

Patent: sieben Kombinationen

Quote

Die Quote ist der Preis, den der Buchmacher für ein Ereignis stellt. Sie enthält seine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit und seine Marge, ist also keine neutrale Wahrscheinlichkeitsangabe.

In einem Systemrechner ist die Quote die einzige Größe, die niemand vorhersagen kann. Alles andere – Kombinationen, Einsatz, Auszahlung bei gegebener Trefferzahl – folgt zwingend aus ihr und aus der Konfiguration.

Quoten, Wahrscheinlichkeit und Marge

Stornierung

Auch: annulliert, void

Wird ein Ereignis abgesagt oder aus anderen Gründen nicht gewertet, storniert der Buchmacher den Tipp. In einer Systemwette verschwindet er nicht, sondern wird mit der Quote 1,00 weitergerechnet: Die Kombination bleibt bestehen, das stornierte Ereignis erhöht ihre Auszahlung nicht mehr.

Der Unterschied zu einem verlorenen Tipp ist erheblich. Ein verlorener Banktipp macht den ganzen Schein wertlos, ein stornierter Banktipp lässt jede Kombination bestehen und senkt nur die Auszahlungen.

Stornierte Tipps im Rechner markieren

Systemwette

Eine Systemwette bildet aus mehreren Ereignissen automatisch alle Kombinationen einer bestimmten Größe und spielt sie gleichzeitig. Statt eines Scheins, der bei einem Fehler wertlos ist, entstehen viele Scheine, von denen einige auch dann noch zahlen, wenn nicht alles aufgeht.

Bezahlt wird jede dieser Kombinationen einzeln. Eine Systemwette ist deshalb eine Umverteilung und keine Absicherung im Sinne geringeren Verlusts: geringere Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts, geringere Auszahlung im besten Fall.

Systemwetten von Grund auf

Teilsystem

Als Teilsystem bezeichnen Buchmacher ein System, in dem nicht alle rechnerisch möglichen Kombinationen gespielt werden. Bei Sportwetten entsteht dieser Zustand ausschließlich durch Banktipps, die bestimmte Kombinationen ausschließen.

Der Begriff stammt aus dem Lottobereich, wo Teilsysteme nach festen Gewinngarantien konstruiert werden. Bei Sportwetten gibt es keine solche Garantie, und deshalb auch keinen sinnvollen Schalter zwischen Vollsystem und Teilsystem.

Vollsystem und Teilsystem im Vergleich

Trixie

Die Trixie ist das kleinste benannte System: drei Ereignisse, vier Kombinationen, nämlich drei Zweier und ein Dreier. Einzelwetten sind nicht enthalten, zwei Treffer sind also die Untergrenze für eine Auszahlung.

Gegenüber dem Vollsystem 2 aus 3 mit seinen drei Zweierkombinationen kommt genau eine Wette hinzu: die Dreierkombination, die bei drei Treffern den größten Teil der Auszahlung trägt.

Trixie: vier Kombinationen

Vollsystem

Ein Vollsystem spielt alle Kombinationen einer festen Größe aus den gewählten Ereignissen, ohne eine davon auszulassen. Die Schreibweise „k aus n“ nennt beide Zahlen: 3 aus 6 bedeutet alle Dreierkombinationen aus sechs Tipps, also zwanzig Wetten.

Benannte Systeme wie Yankee oder Goliath sind ebenfalls vollständig, fassen aber alle Größen ab zwei zusammen. Nur beim Vollsystem mit fester Größe lassen sich Banktipps setzen.

Was ein Vollsystem ausmacht

Wettgebühr

Die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe auf den Wetteinsatz. Rechtsgrundlage sind die §§ 16, 28 und 31 sowie § 33 Tarifpost 17 des Gebührengesetzes 1957; die Gebührenschuld entsteht mit der Bezahlung des Einsatzes und trifft die Buchmacher und Totalisateure, nicht die wettende Person unmittelbar.

Wie ein Anbieter damit umgeht, ist eine Geschäftsentscheidung: Manche ziehen die Gebühr sichtbar vom Einsatz ab, andere von der Auszahlung, wieder andere tragen sie selbst. Deshalb rechnet dieser Rechner ohne sie.

Wettsteuer in Österreich: 5 % auf den Einsatz

Yankee

Der Yankee besteht aus vier Ereignissen in elf Kombinationen: sechs Zweier, vier Dreier und ein Vierer. Er ist die Erweiterung des Vollsystems 2 aus 4 um alle größeren Kombinationen.

Zwei Treffer sind die Untergrenze, und bei genau zwei Treffern zahlt nur eine der elf Kombinationen. Deshalb liegt die Quote, ab der sich der Einsatz bei zwei Treffern trägt, deutlich höher als beim reinen Zweiersystem.

Yankee: elf Kombinationen

Zweierkombination

Auch: Doppel, Double

Eine Zweierkombination verbindet genau zwei Ereignisse zu einer Wette; beide müssen richtig sein. Sie ist der kleinste Baustein, aus dem die meisten Systeme bestehen, und in jedem benannten System ohne Einzelwetten die Ebene, die als erste zahlt.

Wie viele Zweier ein System enthält, hängt allein von der Zahl der Ereignisse ab: drei bei drei Tipps, sechs bei vier, fünfzehn bei sechs, achtundzwanzig bei acht. Diese Zahlen sind unabhängig von den Quoten und von der Systembezeichnung.

2 aus 4: sechs Zweierkombinationen

Welche Begriffe sich am häufigsten überschneiden

Drei Paare sorgen für den größten Teil der Verwirrung. Das erste ist Auszahlung und Gewinn: Eine Auszahlung von zweihundert bei einem Gesamteinsatz von hundertachtzig ist ein Gewinn von zwanzig, und genau diese Rechnung fehlt in den meisten Diskussionen über angeblich hohe Systemerträge.

Das zweite Paar ist Vollsystem und Teilsystem. Der Begriff Teilsystem ist aus dem Lotto übernommen, wo Teilsysteme nach Gewinngarantien konstruiert werden. Bei Sportwetten entsteht ein unvollständiges System ausschließlich dadurch, dass Banktipps bestimmte Kombinationen ausschließen; einen eigenen Schalter dafür gibt es nicht, und wo ein Anbieter einen anbietet, setzt er in Wahrheit Banktipps.

Das dritte Paar ist Bank und Absicherung. Ein Banktipp senkt den Einsatz, weil weniger Kombinationen übrig bleiben, und erhöht gleichzeitig das Risiko, weil ein einziger Fehler den ganzen Schein entwertet. Wer eine Bank setzt, tauscht Breite gegen Preis und bekommt dafür keinen Schutz.

Ein viertes Paar ist seltener, aber teurer: Stornierung und Verlust. Ein abgesagtes Spiel wird mit 1,00 weitergerechnet und lässt alle Kombinationen bestehen. Ein verlorenes Ereignis streicht jede Kombination, in der es vorkommt. Bei einem Banktipp liegen zwischen diesen beiden Fällen die gesamte Auszahlung und nichts.

Warum die Namen der Systeme so wenig verraten

Trixie, Yankee, Canadian, Heinz, Goliath – die gebräuchlichen Systembezeichnungen stammen aus dem britischen Pferdewettmarkt und beschreiben ausschließlich, wie viele Ereignisse zusammengefasst werden und ob Einzelwetten dabei sind. Über die Quoten, über den Einsatz und über die Erfolgsaussicht sagen sie nichts.

Nur die Lucky-Systeme tragen ihre Wettzahl im Namen: fünfzehn beim Lucky 15, einunddreißig beim Lucky 31, dreiundsechzig beim Lucky 63. Der Heinz verweist über die 57 Sorten nur indirekt auf seine siebenundfünfzig. Bei allen anderen muss man die Zahl kennen oder nachsehen: elf beim Yankee, sechsundzwanzig beim Canadian, hundertzwanzig beim Super Heinz, zweihundertsiebenundvierzig beim Goliath.

Praktisch bedeutet das: Der Name entscheidet über den Preis des Scheins, nicht über seine Qualität. Zwei Systeme mit gleich vielen Kombinationen kosten bei gleichem Einsatz je Kombination gleich viel und zahlen trotzdem völlig unterschiedlich aus, weil sich die Kombinationen auf andere Größen verteilen.

Wer einen Begriff hier nicht findet, sucht ihn vermutlich in einer der beiden Familien: bei den Vollsystemen mit fester Kombinationsgröße oder bei den benannten Systemen, die alle Größen ab zwei zusammenfassen. Die Übersicht der Systemarten führt beide Familien mit ihren Kombinationszahlen und Mindesttreffern nebeneinander auf.

Häufige Fragen

Welche Begriffe muss man für eine Systemwette wirklich kennen?

Drei genügen für den Anfang: die Zahl der Kombinationen, weil sie den Einsatz bestimmt, die Kombinationsgröße, weil sie die Auszahlung bestimmt, und den Banktipp, weil er als Einziges beides gleichzeitig verändert.

Alles Weitere – Yankee, Heinz, Lucky 63 – sind Namen für feste Kombinationen dieser drei Größen und lassen sich jederzeit nachschlagen.

Heißen die Systeme bei jedem Buchmacher gleich?

Die britischen Bezeichnungen sind weitgehend einheitlich, mit einer bekannten Ausnahme: Canadian und Super Yankee meinen dasselbe System aus fünf Ereignissen und 26 Kombinationen.

Die deutschsprachigen Schreibweisen schwanken stärker. „2 aus 4“, „System 2/4“ und „Zweierkombinationen aus vier Tipps“ bezeichnen denselben Schein.

Was bedeutet es, wenn ein Tipp storniert statt verloren ist?

Ein stornierter Tipp wird mit der Quote 1,00 weitergerechnet. Die Kombinationen, in denen er steckt, bleiben bestehen und können weiterhin auszahlen, sie erhöhen ihre Auszahlung durch dieses Ereignis aber nicht mehr.

Ein verlorener Tipp entwertet dagegen jede Kombination, in der er vorkommt. Bei einem Banktipp ist das der gesamte Schein.

Warum taucht der Begriff Gewinngarantie hier nicht auf?

Gewinngarantien gehören zu Lottosystemen, wo die Ausgänge gleich bewertet sind und sich ein Mindestgewinn bei einer bestimmten Trefferzahl konstruieren lässt.

Bei Sportwetten hängt jede Auszahlung von den Quoten der getroffenen Ereignisse ab. Eine Trefferzahl allein sagt deshalb nichts über den Betrag, und garantieren lässt sich nichts.