3 aus 5
3 aus 5 System: zehn Kombinationen, Auszahlung und Beispielrechnung
Drei richtige Tipps genügen bei 3 aus 5 für eine Auszahlung, doch welche drei es sind, entscheidet über Gewinn und Verlust. Das liegt am Aufbau: Aus fünf Ereignissen entstehen zehn Dreierkombinationen, und bei drei Treffern gewinnt nur eine davon. Deshalb steht im Rechner eine Spanne und keine einzelne Zahl.
3 aus 5 berechnen
3 aus 5 · Vollsystem
Beispielrechnung: fiktive Quoten, keine aktuellen Wettangebote.
Auszahlung nach Treffern
Ergebnis nicht aktuell. Die Tabelle erscheint nach „Neu berechnen“ wieder.
Voraussetzung: Alle aktiven Banktipps sind richtig.
| Richtige Tipps | Gewonnene Kombinationen | Gesamteinsatz | Auszahlung min. | Auszahlung max. | Gewinn min.–max. |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 richtige Tipps | 0 | 15,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −15,00 € |
| 1 richtiger Tipp | 0 | 15,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −15,00 € |
| 2 richtige Tipps | 0 | 15,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −15,00 € |
| 3 richtige Tipps | 1 | 15,00 € | 9,10 € | 23,35 € | −5,90 € bis +8,35 € |
| 4 richtige Tipps | 4 | 15,00 € | 45,97 € | 76,00 € | +30,97 € bis +61,00 € |
| 5 richtige Tipps | 10 | 15,00 € | 155,28 € | 155,28 € | +140,28 € |
Kombinationen (10)
- 1 Tipp 1 + 2 + 3 9,10 €
- 2 Tipp 1 + 2 + 4 10,88 €
- 3 Tipp 1 + 2 + 5 13,76 €
- 4 Tipp 1 + 3 + 4 12,05 €
- 5 Tipp 1 + 3 + 5 15,25 €
- 6 Tipp 1 + 4 + 5 18,23 €
- 7 Tipp 2 + 3 + 4 13,94 €
- 8 Tipp 2 + 3 + 5 17,64 €
- 9 Tipp 2 + 4 + 5 21,08 €
- 10 Tipp 3 + 4 + 5 23,35 €
Zehn Dreier, und jeder Tipp steckt in sechs
Aus fünf Tipps lassen sich zehn Dreiergruppen bilden. Jeder einzelne Tipp steckt in sechs davon, also in 60 Prozent des Einsatzes. Bei 1,50 € je Kombination liegt der Gesamteinsatz bei 15,00 €.
Zwei Fehltipps sind eingeplant: Bei drei Treffern bleibt genau die eine Kombination übrig, die aus den drei richtigen Tipps besteht. Ein dritter Fehler macht die Wette wertlos, weil dann keine drei richtigen Tipps mehr zusammenkommen.
Der Sprung von drei auf vier Treffer ist bei diesem System besonders groß. Aus einer gewinnenden Kombination werden vier, und weil jede davon drei Quoten multipliziert, vervierfacht sich die Auszahlung nicht einfach, sie steigt stärker. Bei fünf Treffern gewinnen alle zehn Kombinationen.
Eine Bank reduziert das System auf sechs Kombinationen, zwei Banken auf drei, drei Banken auf eine. Bei einem System, dessen Reiz gerade in der Toleranz gegenüber zwei Fehltipps liegt, gibt man mit jeder Bank einen Teil genau dieser Toleranz ab.
Beispielrechnung: Drei Treffer, zwei mögliche Vorzeichen
Fünf fiktive Basketballpartien, jeweils ein Tipp mit Punktevorgabe auf den Favoriten.
- Tipp 1 Team A gegen Team B · Sieg A mit Vorgabe 1,60
- Tipp 2 Team C gegen Team D · Sieg C mit Vorgabe 1,85
- Tipp 3 Team E gegen Team F · Sieg E mit Vorgabe 2,05
- Tipp 4 Team G gegen Team H · Sieg G mit Vorgabe 2,45
- Tipp 5 Team I gegen Team J · Sieg I mit Vorgabe 3,10
Bei drei richtigen Tipps gewinnt genau eine Kombination. Sind es die drei Tipps mit den niedrigsten Quoten, zahlt sie 9,10 € aus, bei 15,00 € Gesamteinsatz also ein Minus von 5,90 €. Sind es die drei höchsten, zahlt dieselbe Trefferzahl 23,35 € aus und damit 8,35 € Gewinn.
Dieselbe Zahl richtiger Tipps führt hier also einmal in den Verlust und einmal in den Gewinn. Bei jeder Systemwette mit unterschiedlichen Quoten ist das der Normalfall, und deshalb weist die Tabelle oben für jede Trefferzahl eine Spanne aus statt eines Betrags.
Ab vier Treffern verschwindet diese Unschärfe fast vollständig: Vier Kombinationen gewinnen und zahlen zwischen 45,97 € und 76,00 € aus, in jedem Fall also ein deutliches Plus. Gehen alle fünf Tipps auf, sind es 155,28 €.
Welche Durchschnittsquote drei und vier Treffer tragen
Bei drei richtigen Tipps gewinnt eine von zehn Kombinationen, die also das Zehnfache ihres eigenen Einsatzes tragen muss. Weil drei Quoten multipliziert werden, genügt dafür eine Durchschnittsquote von 2,15.
Der Vergleich mit 2 aus 5 macht den Mechanismus deutlich. Dort sind es ebenfalls zehn Kombinationen, aber nur zwei Quoten je Kombination, und deshalb steigt die nötige Durchschnittsquote auf 3,16. Größere Kombinationen senken die Schwelle, weil jede zusätzliche Quote multiplikativ wirkt.
Bei vier Treffern sinkt die nötige Durchschnittsquote auf 1,36. In diesem Bereich wird das System für Favoritentipps interessant: Wer fünf Ereignisse mit Quoten um 1,60 spielt und vier davon trifft, ist klar im Plus, während drei Treffer je nach Auswahl noch beides sein können.
| Richtige Tipps | Gewinnende Kombinationen | Anteil aller Kombinationen | Nötige Durchschnittsquote |
|---|---|---|---|
| 3 von 5 | 1 | 10,00 % | 2,15 |
| 4 von 5 | 4 | 40,00 % | 1,36 |
| 5 von 5 | 10 | 100,00 % | 1,00 |
Wofür das Netz aus zwei erlaubten Fehltipps taugt
Dieses System spielt seine Stärke aus, wenn fünf Ereignisse überzeugen und man mit einem, höchstens zwei Fehltipps rechnet. Es ist der Punkt, an dem Systemwetten anfangen, sich wie eine Kombiwette mit Sicherheitsnetz anzufühlen: Die Auszahlung bei vier Treffern liegt im Beispiel beim Drei- bis Fünffachen des Einsatzes, und selbst drei Treffer sind noch nicht zwangsläufig verloren.
Schwierig wird es, wenn drei Treffer das realistische Ziel sind. Dann hängt das Ergebnis allein daran, welche drei es werden, und diese Wahl trifft man nicht. Wer sich auf drei Treffer einstellt, spielt die drei überzeugendsten Tipps besser als Dreierkombination; das kostet ein Zehntel und zahlt bei Erfolg dasselbe. Genauso wenig taugt das System als Absicherung für zwei schwache Tipps, denn zwei schwache Ereignisse unter fünf verschlechtern jede Kombination, in der mindestens eines von ihnen vorkommt, und das sind neun von zehn. Die Auswahl bleibt, was sie ist.
Und was behält der Buchmacher? Weil jede der zehn Wetten drei Tipps verbindet, greift seine Marge in jeder dreimal; bei angenommenen fünf Prozent je Tipp bleiben im Schnitt knapp 86 Prozent des Einsatzes als Erwartungswert. Einzelwetten kämen auf rund 95 Prozent, die Fünferkombination aus denselben Tipps auf gut 77. Zwischen diesen beiden Polen liegt 3 aus 5, fast genau in der Mitte, weil seine Dreier auf halbem Weg zwischen einem und fünf Tipps liegen. Den Anteil des Staates zeigt der Rechner nicht: fünf Prozent Wettgebühr auf den Gesamteinsatz nach § 33 Tarifpost 17 Gebührengesetz 1957, hier 0,75 € auf 15,00 €.
Gleicher Preis wie 2 aus 5, andere Wirkung
Gegenüber 2 aus 5 ist der Einsatz gleich, die Wirkung aber eine andere. 2 aus 5 zahlt früher aus, dafür kleiner; 3 aus 5 zahlt später aus, dafür deutlich größer. Wer beides will, landet bei einem benannten System wie dem Canadian, der Zweier bis Fünfer zusammenfasst und 26 Wetten umfasst.
Nach unten grenzt 3 aus 4 an: nur vier Kombinationen, nur ein erlaubter Fehltipp, entsprechend günstiger. Nach oben liegt 4 aus 5, wo aus denselben fünf Ereignissen Viererkombinationen gebildet werden und die Auszahlung bei vollem Treffer noch einmal erheblich steigt.
Der Sprung zu 3 aus 6 verdoppelt die Kombinationen auf zwanzig. Er lohnt sich nur, wenn tatsächlich sechs Ereignisse überzeugen, und nicht, um ein fünftes schwaches Ereignis durch ein sechstes zu ergänzen.
Häufige Fragen
Warum zeigt der Rechner bei 3 aus 5 eine Spanne statt eines Betrags?
Weil bei drei richtigen Tipps nur eine Kombination gewinnt und es darauf ankommt, welche drei Tipps das sind. Die Quoten unterscheiden sich, also unterscheidet sich die Auszahlung.
Mit den Basketball-Quoten oben reicht sie von 9,10 € bis 23,35 €. Wer weiß, welche Tipps gewonnen haben, wechselt in den Modus „Tipps markieren“ und bekommt den genauen Betrag.
Kostet 3 aus 5 mehr als 2 aus 5?
Nein, beide Systeme haben zehn Kombinationen und kosten bei gleichem Einsatz je Kombination genau dasselbe.
Der Unterschied liegt darin, wann ausgezahlt wird und wie viel: 2 aus 5 zahlt ab zwei Treffern kleine Beträge, 3 aus 5 zahlt ab drei Treffern und dann deutlich mehr.
Spielt die Reihenfolge der Tipps auf dem Schein eine Rolle?
Nein. Das System bildet aus den fünf Tipps immer alle zehn Dreiergruppen, gleich in welcher Reihenfolge sie eingetragen sind, und jede Gruppe zahlt das Produkt ihrer drei Quoten mal den Einsatz, bei dem die Reihenfolge der Faktoren nichts ändert.
Die Nummern im Beispiel dienen nur der Orientierung und folgen der steigenden Quote. Wie viel am Ende herauskommt, entscheidet allein, welche Tipps richtig sind, und das lässt sich im Modus „Tipps markieren“ nachstellen.
Lohnt sich 3 aus 5 mit lauter klaren Favoriten?
Nur, wenn man mit fünf Treffern rechnet. Die Tabelle nennt für vier Treffer eine nötige Durchschnittsquote von 1,36, für drei Treffer 2,15.
Liegen alle fünf Quoten unter 1,36, deckt selbst ein einziger Fehltipp den Einsatz nicht mehr, und drei Treffer bleiben in jedem Fall ein Verlust. Kurz gesagt: Mit sehr niedrigen Quoten arbeitet das Sicherheitsnetz dieses Systems gegen den eigenen Einsatz.