2 aus 3
2 aus 3 System: drei Kombinationen, Auszahlung und Beispielrechnung
Drei Tipps, von denen einer danebengehen darf, ohne dass gleich der ganze Einsatz verloren ist: Genau diese Lage deckt die Systemwette 2 aus 3 ab. Zwei richtige Tipps genügen, und anders als bei den größeren Systemen reicht dafür schon eine bescheidene Quote. Aus den drei Ereignissen entstehen alle Zweierpaarungen, zusammen drei Kombinationen, und kleiner wird kein System.
2 aus 3 berechnen
2 aus 3 · Vollsystem
Beispielrechnung: fiktive Quoten, keine aktuellen Wettangebote.
Auszahlung nach Treffern
Ergebnis nicht aktuell. Die Tabelle erscheint nach „Neu berechnen“ wieder.
Voraussetzung: Alle aktiven Banktipps sind richtig.
| Richtige Tipps | Gewonnene Kombinationen | Gesamteinsatz | Auszahlung min. | Auszahlung max. | Gewinn min.–max. |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 richtige Tipps | 0 | 9,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −9,00 € |
| 1 richtiger Tipp | 0 | 9,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −9,00 € |
| 2 richtige Tipps | 1 | 9,00 € | 10,40 € | 17,64 € | +1,40 € bis +8,64 € |
| 3 richtige Tipps | 3 | 9,00 € | 41,90 € | 41,90 € | +32,90 € |
Kombinationen (3)
- 1 Tipp 1 + 2 10,40 €
- 2 Tipp 1 + 3 13,86 €
- 3 Tipp 2 + 3 17,64 €
Drei Paare, jeder Tipp in zweien davon
Aus drei Tipps lassen sich genau drei Paare bilden: 1 mit 2, 1 mit 3 und 2 mit 3. Mehr gibt es nicht, und deshalb ist dieses System so überschaubar. Jeder einzelne Tipp steckt in zwei der drei Kombinationen, also in zwei Dritteln des Einsatzes.
Hier trennt sich 2 aus 3 von allen größeren Systemen. Bei 2 aus 4 verteilt sich ein Tipp auf drei von sechs Kombinationen, bei 2 aus 5 auf vier von zehn. Je größer das System, desto kleiner der Anteil, den ein einzelner richtiger Tipp trägt, und desto mehr Treffer braucht es, bis sich die Sache rechnet.
Bei drei Ereignissen und 3,00 € je Kombination liegt der Gesamteinsatz bei 9,00 €. Gehen alle drei Tipps auf, gewinnen alle drei Kombinationen. Geht einer daneben, bleibt genau eine Kombination übrig, nämlich die aus den beiden anderen Tipps.
Ein Banktipp ist hier möglich, aber selten sinnvoll: Mit einer Bank bleiben von drei Kombinationen nur zwei, und der Preis dafür ist, dass ein Fehler bei genau diesem Tipp die ganze Wette wertlos macht. Bei einem so kleinen System ist der eingesparte Einsatz gering im Verhältnis zu dem, was man an Absicherung aufgibt.
Beispielrechnung: Drei Heimsiege, einer geht daneben
Drei fiktive Fußballpartien, jeweils ein Tipp auf den Heimsieg.
- Tipp 1 Heimteam A gegen Gastteam B · Sieg A 1,65
- Tipp 2 Heimteam C gegen Gastteam D · Sieg C 2,10
- Tipp 3 Heimteam E gegen Gastteam F · Sieg E 2,80
Bei 3,00 € je Kombination und neun Euro Gesamteinsatz zahlt die Kombination aus Tipp 1 und Tipp 2 genau 10,40 € aus, Tipp 1 mit Tipp 3 kommt auf 13,86 € und Tipp 2 mit Tipp 3 auf 17,64 €. Welche davon gewinnt, hängt davon ab, welcher Tipp danebengeht.
Darin liegt die Eigenart dieses kleinen Systems: Schon bei zwei richtigen Tipps steht ein Plus, und zwar in jedem der drei möglichen Fälle. Die Spanne reicht von 1,40 € bis 8,64 € Gewinn, je nachdem, ob die beiden niedrigen oder die beiden hohen Quoten aufgehen. Bei größeren Systemen ist die Mindesttrefferzahl dagegen fast immer noch ein Verlustgeschäft.
Gehen alle drei Tipps auf, zahlen alle drei Kombinationen zusammen 41,90 € aus, macht 32,90 € Gewinn. Eine einzige Dreierkombination über dieselben drei Spiele hätte aus den 9,00 € stolze 87,32 € gemacht. Sie hätte allerdings beim ersten Fehltipp gar nichts gezahlt.
Warum bei 2 aus 3 schon Favoritenquoten reichen
Bei zwei richtigen Tipps gewinnt eine von drei Kombinationen. Damit diese eine Kombination den Gesamteinsatz deckt, muss das Produkt der beiden Quoten mindestens drei ergeben, im Schnitt also 1,73 je Tipp.
Niedriger liegt dieser Wert bei keinem System dieser Familie. Bei 2 aus 4 liegt dieselbe Schwelle bei 2,45, bei 2 aus 5 schon bei 3,16. Wer mit Quoten um 1,80 oder 1,90 arbeitet, wie sie bei Favoritensiegen üblich sind, ist bei 2 aus 3 bereits mit zwei Treffern im Plus und bei den größeren Systemen noch deutlich im Minus.
Der Preis dafür ist die Breite. Drei Ereignisse bedeuten drei Gelegenheiten, falsch zu liegen, und bereits zwei Fehltipps machen die Wette wertlos. Ein System, das Fehler großzügig auffängt, ist 2 aus 3 nicht; es ist ein System, das den einen Fehler billig macht.
| Richtige Tipps | Gewinnende Kombinationen | Anteil aller Kombinationen | Nötige Durchschnittsquote |
|---|---|---|---|
| 2 von 3 | 1 | 33,33 % | 1,73 |
| 3 von 3 | 3 | 100,00 % | 1,00 |
Drei überzeugende Tipps: der Fall für das kleinste System
Dieses System passt, wenn drei Ereignisse überzeugen und man bereit ist, für einen Ausrutscher den dreifachen Einsatz einer einzelnen Kombination zu bezahlen, aber nicht mehr. Es ist außerdem der einfachste Weg, das Prinzip einer Systemwette überhaupt einmal durchzurechnen, weil sich alle drei Kombinationen mühelos im Kopf nachvollziehen lassen.
Stimmt die Zahl der überzeugenden Tipps nicht, passt es nicht, und das gilt in beide Richtungen. Wer vier oder fünf Ereignisse im Blick hat und sie alle unterbringen will, ist mit 2 aus 4 oder 2 aus 5 ehrlicher bedient, auch wenn der Einsatz steigt; aus fünf Spielen die drei besten herauszugreifen, um beim kleinen System zu bleiben, ergibt schlicht eine andere Wette. Umgekehrt sollte, wer nur zwei Ereignisse wirklich überzeugend findet, auch nur zwei spielen. Ein drittes Ereignis aufzunehmen, nur um ein System daraus zu machen, verdreifacht den Einsatz und bringt zwei Kombinationen ins Spiel, an die man selbst nicht glaubt.
Drei Zweier bedeuten zwei Aufschläge des Buchmachers in jeder einzelnen Wette. Bei angenommenen fünf Prozent je Tipp macht das aus jedem eingesetzten Euro im Schnitt rund 90 Cent Erwartungswert. Zum Vergleich: Drei Einzelwetten kämen auf rund 95 Cent, die Dreierkombination derselben Tipps auf rund 86. Die Rangfolge folgt allein der Größe der Wetten, denn mit jedem Tipp, den eine Kombination verbindet, greift der Aufschlag ein weiteres Mal. Was dieser Rechner ebenfalls nicht abzieht, ist die in Österreich fällige Wettgebühr: fünf Prozent des Einsatzes nach § 33 Tarifpost 17 Gebührengesetz 1957, bei 9,00 € also 0,45 €.
Ein Ereignis mehr oder eine Dreierkombination dazu
Der direkte Nachbar ist 2 aus 4: ein Ereignis mehr, doppelt so viele Kombinationen, doppelter Einsatz. Dafür verkraftet 2 aus 4 zwei Fehltipps noch mit einer Auszahlung, während bei 2 aus 3 nach dem zweiten Fehler nichts mehr übrig ist.
Wer dieselben drei Ereignisse behalten, aber die Dreierkombination mitnehmen will, landet bei der Trixie: drei Zweier plus eine Dreierkombination, also vier Wetten. Sie kostet ein Drittel mehr und zahlt bei drei richtigen Tipps deutlich besser, weil die Dreierkombination die hohe Quote beisteuert.
Nicht verwechseln sollte man 2 aus 3 mit 3 aus 4. Beide klingen ähnlich klein, verlangen aber Gegenteiliges: Bei 2 aus 3 genügen zwei von drei Treffern, bei 3 aus 4 müssen drei von vier stimmen.
Häufige Fragen
Wie viele Tipps müssen bei 2 aus 3 richtig sein?
Zwei von drei Tipps müssen richtig sein, damit eine Kombination gewinnt. Es gewinnt dann genau eine der drei Kombinationen, nämlich die aus den beiden richtigen Tipps.
Anders als bei den größeren Systemen reicht das bei üblichen Quoten meist schon für ein Plus: Nötig ist eine Durchschnittsquote von 1,73.
Ist 2 aus 3 günstiger als eine Dreierkombination?
Nein, teurer. Die Dreierkombination ist eine einzige Wette, die Systemwette 2 aus 3 besteht aus drei Wetten und kostet damit den dreifachen Einsatz.
Was man für das Geld bekommt, ist Toleranz gegenüber einem Fehltipp. Die Dreierkombination zahlt bei einem Fehler nichts, die Systemwette zahlt weiter.
Was unterscheidet 2 aus 3 von drei Einzelwetten zum selben Preis?
Drei Einzelwetten zu je 3,00 € kosten ebenfalls 9,00 € und zahlen schon bei einem einzigen Treffer, das System erst bei zwei. Bei drei Treffern zahlt das System mehr, weil es die Quoten miteinander multipliziert. Bei zwei Treffern hängt es an der Höhe: Liegen beide Quoten bei 2,00 oder darüber, bringt der Zweier mindestens so viel wie die beiden Einzelwetten zusammen, liegen beide darunter, sind die Einzelwetten vorn.
Beim Erwartungswert führen die Einzelwetten ohnehin, weil in jeder nur ein Aufschlag des Buchmachers steckt. Wer vor allem den Fall eines einzigen Treffers abfedern will, ist mit ihnen besser bedient.
Lohnt sich 2 aus 3 auch bei sehr niedrigen Quoten?
Kaum. Unter einer Durchschnittsquote von 1,73 decken zwei Treffer den Einsatz nicht mehr. Liegen alle drei Quoten etwa bei 1,30, bringt ein Zweier das 1,69-Fache seines Einsatzes, zwei richtige Tipps holen also nur gut die Hälfte des Gesamteinsatzes zurück.
Ins Plus kommt die Wette dann nur mit drei Treffern. Für diesen Fall wäre aber eigentlich die Dreierkombination gedacht, und die Absicherung gegen einen Fehltipp, für die das System den dreifachen Einsatz verlangt, greift nicht mehr.