Systemarten
Alle Systemarten im Überblick: Kombinationen und Mindesttreffer
Welche Systemwetten gibt es? Zwanzig Systemarten in zwei Familien: Vollsysteme mit fester Kombinationsgröße und benannte Systeme, die jede Größe ab zwei zusammenfassen. Die Tabellen zeigen, was jede Art kostet und ab wann sie zahlt.
Vollsysteme: eine feste Kombinationsgröße
Ein Vollsystem bildet aus n Ereignissen alle Kombinationen einer bestimmten Größe k, geschrieben als „k aus n“. Bei 2 aus 4 sind das alle Zweierpaarungen aus vier Tipps, bei 4 aus 6 alle Vierergruppen aus sechs Tipps. Die Zahl der Kombinationen bestimmt den Einsatz, die Größe der Kombinationen bestimmt die Höhe der Auszahlung.
Wer sich zwischen zwei Systemen entscheidet, sollte nicht auf die Mindesttrefferzahl schauen, sondern darauf, wie viele Treffer er tatsächlich erwartet. Die Mindestzahl im Namen sagt nur, ab wann überhaupt etwas ausgezahlt wird, nicht ab wann sich die Wette trägt.
Benannte Systeme: alle Größen ab zwei
Die benannten Systeme stammen aus dem englischsprachigen Wettmarkt und sind keine eigene Wettart, sondern Namen für eine Konfiguration: eine bestimmte Zahl von Ereignissen, alle Kombinationsgrößen ab zwei, wahlweise mit den Einzelwetten. Yankee und Lucky 15 nutzen dieselben vier Ereignisse und unterscheiden sich nur darin, ob die vier Einzelwetten mitlaufen.
Im Rechner entstehen sie ohne eigenen Modus: Ereigniszahl einstellen, „Alle ab 2er“ wählen und bei Bedarf die Einzelwetten einschließen. Der Name wird daraus abgeleitet und als Etikett angezeigt.
| System | Ereignisse | Wetten | Enthält |
|---|---|---|---|
| Trixie | 3 | 4 | 3 Zweier und 1 Dreier |
| Patent | 3 | 7 | 3 Einzelwetten, 3 Zweier und 1 Dreier |
| Yankee | 4 | 11 | 6 Zweier, 4 Dreier und 1 Vierer |
| Lucky 15 | 4 | 15 | 4 Einzelwetten und den kompletten Yankee |
| Canadian | 5 | 26 | 10 Zweier, 10 Dreier, 5 Vierer und 1 Fünfer |
| Lucky 31 | 5 | 31 | 5 Einzelwetten und den kompletten Canadian |
| Heinz | 6 | 57 | 15 Zweier, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser |
| Lucky 63 | 6 | 63 | 6 Einzelwetten und den kompletten Heinz |
| Super Heinz | 7 | 120 | 21 Zweier, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener |
| Goliath | 8 | 247 | 28 Zweier, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achter |
Welches System zu welcher Erwartung passt
Die Auswahl beginnt nicht bei der Zahl der Ereignisse, sondern bei der Frage, wie viele davon voraussichtlich aufgehen. Wer bei vier Tipps mit einem Fehler rechnet, ist bei 3 aus 4 richtig; wer mit zweien rechnet, bei 2 aus 4. Beide Systeme nutzen dieselben vier Ereignisse und kosten unterschiedlich viel, weil sie unterschiedliche Erwartungen abbilden.
Die zweite Frage ist die nach der Größe der Kombinationen. Je mehr Quoten in einer Kombination stecken, desto schneller trägt sie den Gesamteinsatz. Deshalb verlangt 5 aus 6 bei fünf Treffern nur eine Durchschnittsquote von 1,43, obwohl es lediglich sechs Kombinationen hat, während 2 aus 6 bei zwei Treffern 3,87 braucht.
Die dritte Frage betrifft den Einsatz. Der Gesamteinsatz ist immer die Zahl der Kombinationen mal dem Betrag je Kombination. Bei 57 oder 247 Wetten wird daraus schnell eine Summe, die den Betrag je Kombination diktiert, und damit auch die Höhe jeder Auszahlung. Wer mit kleinen Beträgen spielt, fährt mit einem System aus wenigen Kombinationen in aller Regel besser als mit einem breiten.
Banktipps sind bloß eine Markierung: Ein Banktipp muss in jeder Kombination vorkommen. Damit sinkt die Zahl der Kombinationen und mit ihr der Einsatz, gleichzeitig hängt die gesamte Wette an diesem einen Tipp. Bei den benannten Systemen gibt es keine Banktipps, weil dort alle Kombinationsgrößen gleichzeitig laufen.
Wie diese Seiten zu lesen sind
Jede Systemart hat eine eigene Seite mit vorkonfiguriertem Rechner, einer Tabelle nach Trefferzahl und einer Beispielrechnung mit eigenen Quoten. Die wichtigste Zahl dort ist die nötige Durchschnittsquote: Sie sagt, wie hoch die Quoten im Schnitt sein müssen, damit die Wette bei einer bestimmten Trefferzahl den Einsatz zurückbringt.
Diese Zahl unterscheidet Systeme, die auf dem Papier ähnlich aussehen. 2 aus 6 und 4 aus 6 haben beide fünfzehn Kombinationen und kosten dasselbe. Bei der jeweiligen Mindesttrefferzahl verlangt das eine eine Durchschnittsquote von 3,87, das andere 1,97.
Alle Beispielrechnungen auf diesen Seiten arbeiten mit erfundenen Ereignissen und plausiblen Quoten. Sie sind als Beispielrechnung gekennzeichnet und stellen keine aktuellen Wettangebote dar. Wer eigene Zahlen einsetzt, ersetzt im Rechner einfach die Quoten und den Einsatz; das Ergebnis ist dann eine eigene Berechnung und trägt diese Bezeichnung auch. Die Zahlen in den Tabellen stammen dabei aus derselben Berechnung, die auch den Rechner auf jeder Seite antreibt.
Häufige Fragen
Wie viele Systemarten gibt es?
Diese Übersicht führt zwanzig Systemarten: zehn Vollsysteme mit fester Kombinationsgröße und zehn benannte Systeme.
Rechnerisch sind weitere Kombinationen möglich; der Rechner deckt jede Konfiguration bis acht Ereignisse ab, auch solche ohne eingeführten Namen.
Was ist der Unterschied zwischen Vollsystem und benanntem System?
Ein Vollsystem spielt genau eine Kombinationsgröße, etwa alle Zweier aus vier Ereignissen. Ein benanntes System spielt alle Größen ab zwei gleichzeitig.
Yankee und 2 aus 4 nutzen dieselben vier Ereignisse: Der Yankee enthält zusätzlich die vier Dreier und die Viererkombination.
Kann ich bei jeder Systemart Banktipps setzen?
Nur bei Vollsystemen mit fester Kombinationsgröße. Bei den benannten Systemen gibt es keine Banktipps, weil dort alle Kombinationsgrößen gleichzeitig laufen.
Die Zahl der Banktipps kann zwischen null und der Kombinationsgröße liegen. Sind es genauso viele Banktipps wie die Kombinationsgröße, bleibt genau eine Kombination übrig.
Welche Systemart ist die günstigste?
Den geringsten Einsatz verlangt immer das System mit den wenigsten Kombinationen. Unter den hier gezeigten sind das 2 aus 3 und Trixie mit drei beziehungsweise vier Wetten.
Günstig heißt aber nicht sparsam: Ein System mit wenigen Kombinationen verlangt meist eine höhere Trefferzahl.