2 aus 4
Das System 2 aus 4: sechs Kombinationen, Auszahlung und Beispielrechnung
Zwei richtige Tipps reichen für eine Auszahlung, doch ob daraus ein Gewinn wird, hängt allein an den Quoten. Das liegt am Aufbau der Systemwette 2 aus 4: Aus vier Ereignissen entstehen alle möglichen Zweierkombinationen, sechs Stück, jede mit eigenem Einsatz.
2 aus 4 berechnen
2 aus 4 · Vollsystem
Beispielrechnung: fiktive Quoten, keine aktuellen Wettangebote.
Auszahlung nach Treffern
Ergebnis nicht aktuell. Die Tabelle erscheint nach „Neu berechnen“ wieder.
Voraussetzung: Alle aktiven Banktipps sind richtig.
| Richtige Tipps | Gewonnene Kombinationen | Gesamteinsatz | Auszahlung min. | Auszahlung max. | Gewinn min.–max. |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 richtige Tipps | 0 | 12,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −12,00 € |
| 1 richtiger Tipp | 0 | 12,00 € | 0,00 € | 0,00 € | −12,00 € |
| 2 richtige Tipps | 1 | 12,00 € | 7,20 € | 15,00 € | −4,80 € bis +3,00 € |
| 3 richtige Tipps | 3 | 12,00 € | 26,20 € | 37,00 € | +14,20 € bis +25,00 € |
| 4 richtige Tipps | 6 | 12,00 € | 64,00 € | 64,00 € | +52,00 € |
Kombinationen (6)
- 1 Tipp 1 + 2 7,20 €
- 2 Tipp 1 + 3 9,00 €
- 3 Tipp 1 + 4 10,80 €
- 4 Tipp 2 + 3 10,00 €
- 5 Tipp 2 + 4 12,00 €
- 6 Tipp 3 + 4 15,00 €
Wie beim System 2 aus 4 die sechs Kombinationen entstehen
Das System nimmt vier Tipps und bildet daraus jede Paarung, die möglich ist: Tipp 1 mit 2, 1 mit 3, 1 mit 4, dann 2 mit 3, 2 mit 4 und schließlich 3 mit 4. Das sind sechs Kombinationen, und jede davon ist eine eigenständige Zweierkombination mit eigenem Einsatz. Wer 2,00 € je Kombination setzt, zahlt also 12,00 € ein, nicht 2,00 €.
Jedes einzelne Ereignis steckt dabei in genau drei der sechs Kombinationen. Das ist der Grund, warum ein einzelner Fehltipp die Wette nicht sofort wertlos macht: Es bleiben drei Kombinationen übrig, in denen der falsche Tipp gar nicht vorkommt. Bei einer klassischen Viererkombination wäre an derselben Stelle alles verloren.
Umgekehrt heißt das aber auch: Von den sechs Kombinationen gewinnt bei genau zwei richtigen Tipps nur eine einzige. Fünf Kombinationen enthalten mindestens einen der beiden falschen Tipps und zahlen nichts. Die Auszahlung besteht dann aus einem Sechstel des Einsatzes, multipliziert mit dem Produkt zweier Quoten. An dieser Rechnung entscheidet sich, ob unter dem Strich ein Plus steht.
Banktipps ändern diese Struktur. Wird ein Tipp als Bank markiert, muss er in jeder Kombination vorkommen, und aus sechs Kombinationen werden drei. Der Gesamteinsatz halbiert sich, die Auszahlung bei vollem Treffer sinkt entsprechend, und ein verlorener Banktipp macht die gesamte Wette wertlos. Im Rechner oben lässt sich jeder der vier Tipps als Bank markieren, und Zahl der Kombinationen wie Gesamteinsatz passen sich sofort an.
Beispielrechnung: Drei von vier Tipps richtig
Vier fiktive Tennispartien, jeweils ein Tipp auf den Sieg.
- Tipp 1 Spieler A gegen Spieler B · Sieg A 1,80
- Tipp 2 Spieler C gegen Spieler D · Sieg C 2,00
- Tipp 3 Spieler E gegen Spieler F · Sieg E 2,50
- Tipp 4 Spieler G gegen Spieler H · Sieg G 3,00
Tipp 1, 2 und 3 gewinnen, Tipp 4 verliert. Damit gewinnen drei der sechs Kombinationen: 1+2 zahlt 7,20 €, 1+3 zahlt 9,00 € und 2+3 zahlt 10,00 €. Zusammen sind das 26,20 € Auszahlung bei 12,00 € Gesamteinsatz, also 14,20 € Gewinn.
Interessant ist der Vergleich mit derselben Auswahl als Viererkombination: Dort hätte der eine Fehltipp den kompletten Einsatz gekostet. Die Systemwette hat den Fehler aufgefangen. Dafür fällt der Ertrag bei vier richtigen Tipps mit 64,00 € weit niedriger aus: Als eine einzige Viererkombination hätten die 12,00 € in diesem Fall 324,00 € eingespielt, gut das Fünffache. Das ist der Tausch, den jede Systemwette macht: weniger Varianz, weniger Spitze.
Wären stattdessen nur Tipp 1 und Tipp 2 richtig, bliebe eine einzige gewinnende Kombination mit 7,20 €, bei 12,00 € Einsatz also ein Minus von 4,80 €. Zwei richtige Tipps bedeuten bei diesen Quoten also eine Auszahlung, aber noch keinen Gewinn.
Die Quotenschwelle: wann die Auszahlung bei 2 aus 4 den Einsatz deckt
Wer 2 aus 4 berechnen will, kommt an einer Zahl nicht vorbei: Weil alle sechs Kombinationen bezahlt werden, muss die Auszahlung der gewinnenden Kombinationen den gesamten Einsatz tragen. Daraus lässt sich für jede Trefferzahl genau ausrechnen, welche Durchschnittsquote nötig ist, damit die Wette nicht ins Minus läuft.
Bei zwei richtigen Tipps liegt diese Schwelle bei 2,45. Mit Quoten um 1,80 ist eine Systemwette 2 aus 4 bei zwei Treffern also zwangsläufig ein Verlustgeschäft, egal wie gut die beiden Tipps ausgesucht waren. Erst ab drei richtigen Tipps sinkt die nötige Durchschnittsquote auf 1,41, und bei vier Treffern genügt jede Quote über 1,00.
Diese Zahlen sind der ehrlichste Test für die eigene Auswahl: Wer vier Favoriten mit Quoten zwischen 1,40 und 1,60 spielt, braucht mindestens drei Treffer, um überhaupt in den grünen Bereich zu kommen. Wer dagegen vier Außenseiter mit Quoten über 2,50 kombiniert, wäre schon bei zwei Treffern im Plus und zahlt dafür mit einer deutlich geringeren Trefferwahrscheinlichkeit.
| Richtige Tipps | Gewinnende Kombinationen | Anteil aller Kombinationen | Nötige Durchschnittsquote |
|---|---|---|---|
| 2 von 4 | 1 | 16,67 % | 2,45 |
| 3 von 4 | 3 | 50,00 % | 1,41 |
| 4 von 4 | 6 | 100,00 % | 1,00 |
Für welche Tippscheine sich das System 2 aus 4 eignet
Dieses System ist für den Fall gebaut, dass vier Ereignisse gleich gut gefallen und keines davon sicher wirkt. Es ist das kleinste System, das noch echten Spielraum lässt: Ein Fehltipp ist eingeplant, zwei Fehltipps kosten je nach Quoten trotzdem Geld.
Im Rechner oben lässt sich das System in einem Durchgang berechnen: Quoten eintragen, Einsatz je Kombination setzen, ablesen. Gegen die Systemwette spricht die Kostenseite. Sechs Kombinationen bedeuten das Sechsfache des Einsatzes je Kombination, und dieser Betrag ist vollständig im Risiko, sobald weniger als zwei Tipps aufgehen. Wer denselben Betrag auf vier Einzelwetten verteilt, hat bei zwei Treffern in der Regel mehr in der Hand, allerdings ohne die Hebelwirkung, die sich aus dem Multiplizieren zweier Quoten ergibt.
Ein verbreiteter Irrtum ist, eine Systemwette senke das Risiko. Sie verteilt es: seltener der Totalverlust, seltener der große Treffer. Über den Erwartungswert entscheidet dagegen die Größe der Kombinationen, weil die Marge des Buchmachers mit jedem Tipp in einer Kombination erneut wirkt. Jede der sechs Zweierkombinationen trägt sie zweimal, und bei angenommenen fünf Prozent je Tipp gehen so im Schnitt knapp zehn Prozent des Einsatzes verloren, während es bei der Viererkombination derselben Tipps rund 18,5 Prozent und bei vier Einzelwetten fünf Prozent wären. Das System liegt also zwischen beiden: günstiger als die Kombiwette, teurer als Einzelwetten.
Für die Abrechnung in Österreich kommt die Wettgebühr nach § 33 Tarifpost 17 Gebührengesetz 1957 hinzu. Sie beträgt seit 1. April 2025 fünf Prozent des Einsatzes, auf die 12,00 € des Beispiels also 0,60 €. Dieser Rechner zieht sie nicht ab; die Grundlagen stehen im eigenen Beitrag zur Wettgebühr.
Die Nachbarn des Systems 2 aus 4: kleiner, knapper, breiter
Nach unten grenzt 2 aus 3 an: drei Ereignisse, drei Kombinationen, halb so teuer. Nach oben liegt 2 aus 5 mit zehn Kombinationen. Der Sprung im Einsatz ist größer als der Sprung in der Sicherheit, weil auch dort zwei Treffer nur eine einzige gewinnende Kombination ergeben.
Der interessantere Nachbar ist 3 aus 4: dieselben vier Ereignisse, aber Dreierkombinationen statt Zweier. Das ergibt nur vier Kombinationen, kostet also weniger, verlangt aber mindestens drei richtige Tipps. Wer bei vier Tipps mit einem Fehler rechnet, aber nicht mit zweien, fährt damit günstiger.
Wer dieselben vier Ereignisse in allen Größen ab zwei spielen will, landet beim Yankee: sechs Zweier, vier Dreier und eine Viererkombination, zusammen elf Wetten. Er kostet fast das Doppelte, zahlt bei drei und vier Treffern aber deutlich mehr aus.
Häufige Fragen
Was ändert eine Bank an diesem System?
Ein Banktipp steht in jeder Kombination. Aus sechs Kombinationen werden drei, der Gesamteinsatz halbiert sich bei gleichem Einsatz je Kombination.
Verliert der Banktipp, beträgt die Auszahlung 0,00 €, unabhängig davon, wie viele der übrigen Tipps richtig waren. Eine Bank verbessert also, solange sie aufgeht, das Verhältnis von Auszahlung zu Einsatz bei zwei Treffern immer, bei drei Treffern mit den Beispielquoten dieser Seite, senkt die Auszahlung bei vollem Treffer und entfernt gleichzeitig genau die Absicherung, für die man eine Systemwette spielt.
Wie wird ein stornierter Tipp gerechnet?
Im Rechner erhält ein stornierter Tipp die Quote 1,00. Er bleibt in allen Kombinationen enthalten, zählt aber weder als richtig noch als falsch.
Rechnerisch wird daraus eine Wette über die verbleibenden drei Ereignisse, bei der die drei Kombinationen mit dem stornierten Tipp nur noch die Quote des jeweiligen Partners tragen, also wie Einzelwetten wirken. Für die tatsächliche Abrechnung gelten die Bedingungen des jeweiligen Buchmachers.
Was bewirkt ein Tipp mit deutlich höherer Quote?
Er steckt wie jeder andere Tipp in drei Kombinationen, bestimmt aber deren Größe. Die drei Paare mit Tipp 4 und seiner Quote von 3,00 zahlen im Beispiel 10,80 €, 12,00 € und 15,00 €, mehr als jedes Paar ohne ihn.
Bei drei Treffern hängt deshalb viel daran, welcher Tipp ausfällt: Fehlt ausgerechnet Tipp 4, kommen 26,20 € zusammen, fehlt dagegen Tipp 1 mit der niedrigsten Quote, sind es 37,00 €. Wer 2 aus 4 berechnen will, bevor der Schein abgegeben ist, spielt im Rechner am besten beide Fälle durch.
Zahlt 3 aus 4 bei drei Treffern mehr als dieses System?
Nicht automatisch. Bei drei Treffern gewinnen hier drei Zweierkombinationen, bei 3 aus 4 nur eine einzige Dreierkombination.
Bei gleichem Gesamteinsatz und gleich hohen Quoten zahlt 3 aus 4 erst dann mehr, wenn die Quote über 2,00 liegt. Bei Favoritenquoten darunter liegt das System mit den sechs Kombinationen vorn, bei höheren Quoten das kleinere mit vier.