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Kombiwetten-Rechner: Gesamtquote, Auszahlung und Gewinn

Alle Quoten einer Kombination eingeben, durch Leerzeichen getrennt. Der Rechner multipliziert sie zur Gesamtquote und zeigt, was bei vollem Treffer herauskommt.

Redaktion systemwetten.at · Aktualisiert am 6. August 2026

Kombiwette berechnen

Getrennt durch Leerzeichen oder Semikolon – das Komma ist das Dezimalzeichen

Warum die Quoten multipliziert werden

Eine Kombiwette ist eine Kette. Der Ertrag der ersten Wette wird vollständig auf die zweite gesetzt, deren Ertrag auf die dritte und so fort. Rechnerisch bedeutet das, dass die Quoten multipliziert und nicht addiert werden: Aus 1,80 · 2,00 · 2,50 · 3,00 wird eine Gesamtquote von 27,00.

Genau dieselbe Kette gilt für die Wahrscheinlichkeit, nur in die andere Richtung. Wenn jeder einzelne Tipp mit sechzig Prozent aufgeht, liegt die Chance auf vier Treffer bei knapp dreizehn Prozent, bei acht Tipps unter zwei Prozent. Die Quote wächst schnell, weil die Wahrscheinlichkeit schnell fällt, und beides ist dieselbe Rechnung von zwei Seiten.

Daraus folgt die wichtigste Eigenschaft dieser Wettform: Sie ist unnachgiebig. Ein einziger Fehltipp macht die gesamte Kette wertlos, gleichgültig wie sicher die übrigen waren. Wer diese Härte nicht will, landet bei der Systemwette, die denselben Gedanken auf mehrere Kombinationen verteilt.

Die Marge wirkt in jedem Glied der Kette

In jeder Einzelquote steckt der Aufschlag des Buchmachers. Werden vier Quoten multipliziert, multipliziert sich auch dieser Aufschlag vierfach. Deshalb ist der Erwartungswert einer Vierfachkombination schlechter als der einer Einzelwette, obwohl die Gesamtquote verlockender aussieht.

Beziffern lässt sich das über die impliziten Wahrscheinlichkeiten: Liegt die Marge je Markt bei fünf Prozent, bleiben von einem Euro Einsatz nach einem Glied im Schnitt rund 95 Cent übrig, nach vier Gliedern nur noch rund 81 Cent, und wer regelmäßig lange Ketten spielt, zahlt diesen Aufschlag entsprechend oft.

Das ist kein Argument gegen Kombiwetten, sondern eines für bewusste Länge. Zwei oder drei Tipps, an die man wirklich glaubt, sind rechnerisch etwas völlig anderes als acht Tipps, von denen die Hälfte Beifang ist. Der Rechner zeigt beides in derselben Zeile, und der Unterschied wird erst sichtbar, wenn man die Trefferwahrscheinlichkeit danebenlegt.

Kombiwette und Systemwette mit denselben Tipps

Dieselben vier Quoten ergeben als Kombiwette eine einzige Wette mit Gesamtquote 27,00. Als Systemwette 2 aus 4 entstehen daraus sechs Zweierkombinationen, und der Einsatz verteilt sich auf alle sechs. Die Kombiwette zahlt bei vollem Treffer erheblich mehr, die Systemwette zahlt dafür auch dann noch, wenn ein oder zwei Tipps danebengehen.

Welche Variante passt, entscheidet allein die erwartete Trefferzahl: Wer mit vier von vier rechnet, hat keinen Grund, sechs Kombinationen zu bezahlen, und wer mit drei von vier rechnet, hat keinen Grund für eine Kette, die bei drei Treffern nichts zahlt.

Der Vergleich lässt sich direkt durchspielen: Dieselben Quoten in den Systemwetten-Rechner eintragen und die Auszahlung bei drei und vier Treffern neben die Zahl hier legen. Der eigene Ratgeber dazu stellt beide Varianten bei gleichem Gesamteinsatz gegenüber.

Wie lang eine Kette sein sollte

Die Frage nach der richtigen Zahl an Tipps lässt sich nicht mit einer Faustregel beantworten, aber sie lässt sich rechnen. Jeder zusätzliche Tipp multipliziert die Gesamtquote und multipliziert gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit nach unten. Ob sich das lohnt, hängt daran, ob man den jeweiligen Tipp für besser hält, als seine Quote unterstellt.

Genau daran scheitern lange Ketten in der Praxis. Wer vier überzeugende Tipps hat und vier weitere hinzunimmt, um die Quote zu heben, verdoppelt nicht seine Chancen, sondern halbiert sie mehrfach. Die Gesamtquote steigt sichtbar, die Wahrscheinlichkeit sinkt unsichtbar, und nur die erste der beiden Zahlen steht auf dem Wettschein.

Ein nützlicher Zwischenschritt ist, die Kette einmal in ihre impliziten Wahrscheinlichkeiten zu zerlegen. Vier Quoten um 1,80 entsprechen jeweils gut fünfundfünfzig Prozent; multipliziert ergibt das eine Trefferchance von knapp zehn Prozent für die komplette Kombination. Diese Zahl steht nirgends, ist aber die eigentliche Grundlage der Entscheidung.

Wer die Kette trotzdem lang haben möchte, ohne dass ein einziger Fehltipp alles entwertet, ist bei einer Systemwette besser aufgehoben. Sie kostet mehr, weil sie mehrere Kombinationen bezahlt, und liefert dafür bei einem oder zwei Fehltipps noch ein Ergebnis.

Was dieser Rechner nicht berücksichtigt

Stornierte Ereignisse rechnen die meisten Buchmacher mit der Quote 1,00 weiter, wodurch die Gesamtquote sinkt und die Kombination bestehen bleibt. Weil die Regeln von Anbieter zu Anbieter abweichen, bildet dieser Rechner sie nicht ab.

Ebenso wenig enthalten sind die österreichische Wettgebühr auf den Einsatz sowie Boni, Freiwetten und Cashout. Alle vier folgen den Bedingungen des jeweiligen Anbieters und nicht einer allgemeinen Formel.

Auch Quotenänderungen zwischen Abgabe und Anpfiff spielen hier keine Rolle. Maßgeblich ist bei den meisten Anbietern die Quote zum Zeitpunkt der Abgabe, festgehalten auf dem Wettschein. Der Rechner arbeitet deshalb mit den Werten, die man einträgt, und trifft keine Annahme darüber, wie sie zustande gekommen sind.

Häufige Fragen

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet?

Die Einzelquoten werden miteinander multipliziert, nicht addiert. Aus 1,80 · 2,00 · 2,50 · 3,00 wird eine Gesamtquote von 27,00.

Deshalb wächst die Gesamtquote mit jedem zusätzlichen Tipp so schnell, und deshalb sinkt zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass alle Tipps aufgehen.

Wie viele Tipps sind in einer Kombiwette sinnvoll?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, weil jeder zusätzliche Tipp die Quote erhöht und die Trefferwahrscheinlichkeit senkt.

Rechnerisch gilt: Bei acht Tipps mit je 60 % Trefferchance geht die Kombination in weniger als zwei von hundert Fällen komplett auf.

Was passiert bei einem stornierten Ereignis?

Die meisten Buchmacher rechnen ein storniertes Ereignis mit der Quote 1,00 weiter. Die Kombination bleibt bestehen, die Gesamtquote sinkt entsprechend.

Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters; dieser Rechner trifft dazu keine Aussage.

Was ist der Unterschied zur Systemwette?

Eine Kombiwette ist eine einzige Wette, in der alle Tipps aufgehen müssen. Eine Systemwette verteilt denselben Gedanken auf mehrere Kombinationen und zahlt auch bei Fehltipps.

Dafür kostet sie ein Vielfaches: Bei 2 aus 4 sind es sechs Wetten statt einer.